Geschlossene Türen in Sürenheide: Da immer weniger Gläubige sonntags zum Gottesdienst kamen, wird jetzt hier nur noch einmal im Monat gefeiert. Zu diesen Terminen soll dann aber ein besonderer Gottesdienst vorbereitet werden. - © Anja Hustert
Geschlossene Türen in Sürenheide: Da immer weniger Gläubige sonntags zum Gottesdienst kamen, wird jetzt hier nur noch einmal im Monat gefeiert. Zu diesen Terminen soll dann aber ein besonderer Gottesdienst vorbereitet werden. | © Anja Hustert

Verl Evangelische Kirche ordnet ihre Gottesdienste neu

Nur noch einmal im Monat Messe in Sürenheide / Einheitlicher Beginn um 10 statt wie bisher um 11 Uhr

Anja Hustert

Verl-Sürenheide. Es gab Sonntage, da saßen weniger als zehn Besucher im evangelischen Gottesdienst in der kleinen Auferstehungskirche in Sürenheide. "Das ist nicht schön für die Atmosphäre und beim Singen auch nicht", meint Pastor Christoph Freimuth. Aus diesem Grund hat das Presbyterium die Gottesdienste in Verl neu geordnet: Ab sofort ist nur noch einmal im Monat in der Sürenheider Auferstehungskirche Gottesdienst. "In der Erlöserkirche findet nach wie vor jeden Sonntag ein Gottesdienst statt", sagt Freimuth, der gemeinsam mit dem Presbyterium am 31. Mai auf der Gemeindeversammlung das neue Gottesdienstkonzept vorgestellt hat. Insgesamt seien die Neuerungen von den Gemeindemitgliedern positiv aufgenommen worden, so Freimuth. "Manche finde es traurig, dass es so ist", sagt er.Kirche soll mit Leben gefüllt werden Seit Jahrzehnten gebe es das gleiche Programm in der Auferstehungskirche in Sürenheide und in der Erlöserkirche in Verl. "Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass das so nicht funktioniert", sagt der Pastor. Auch dass die Gottesdienstzeiten von früher zehn Uhr vor zwei Jahren auf elf Uhr gesetzt wurden, wurde von vielen als Hemmnis angesehen. Was als familienfreundliche Zeit gedacht war, stört viele in ihrer Planung, da der Gottesdienst dann in die Mittagszeit gerät. "Das Presbyterium hat sich eindeutig dafür entschieden, nicht nur an bestehenden Strukturen festzuhalten, sondern Kirche mit Leben zu füllen. Der Gottesdienst ist ja keine Pflichtveranstaltung, sondern soll Freude machen und uns stärken und ermutigen für den Alltag", so Freimuth. Es seien nicht nur die Gottesdienstzeiten geändert, sondern auch inhaltlich umgedacht worden. Schließlich gebe es in der Auferstehungskirche auch Gottesdienste, die gut besucht gewesen seien - besondere Gottesdienste. Daran anknüpfend sollen die Gottesdienste in Sürenheide zukünftig einen Schwerpunkt haben - den Anfang machte am Sonntag ein Gottesdienst mit dem Chor Anklang. Am Sonntag, 4. Oktober, wird um 10 Uhr mit der Regenbogenkirche, einem Familiengottesdienst, Erntedank gefeiert. Jeden Sonntags steht um 9.30 Uhr eine Fahrgelegenheit an der Auferstehungskirche bereit, so dass alle, die zum Gottesdienst nach Verl in die Erlöserkirche wollen - ohne Voranmeldung - einsteigen können.

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