Zum Gruppenführer für die Löschgruppe Sürenheide wurde Dirk Späte ernannt. - © FOTO: ANDREAS EICKHOFF
Zum Gruppenführer für die Löschgruppe Sürenheide wurde Dirk Späte ernannt. | © FOTO: ANDREAS EICKHOFF

Verl Eine Löschgruppe für die Sürenheide

Dirk Späte zum Gruppenführer ernannt / Start mit einem Kleinbus im Gerätehaus an der Thaddäusstraße 103

Verl (ei). Während der Löschzug Verl im Dorfkern weiter aus drei Gruppen besteht, ist am Samstagabend offiziell die vierte Gruppe für die Sürenheide eröffnet worden: Dirk Späte wurde zum Gruppenführer ernannt. Wie berichtet soll die Gruppe zeitnah ihren neuen Standort für das Einsatzfahrzeug im ehemaligen Kohleverkaufslager des Unternehmens Frankenfeld an der Thaddäusstraße 103 beziehen. Dort ist im Moment noch die Firma "Technik fürs Backen" untergebracht, die in einen Neubau an die nahe gelegene Schinkenstraße umzieht.

Zunächst soll die Löschgruppe mit einem Kleinbus (Mannschaftstransportfahrzeug; MTF) ausgestattet werden. Später soll dann vermutlich auch ein Löschgruppenfahrzeug in dem Gerätehaus Unterkunft finden. Zuvor sind aber noch einige Umbaumaßnahmen erforderlich, beispielsweise soll die durch den bisherigen Nutzer verkleinerte Toreinfahrt wieder vergrößert werden. Bislang geht man in der Verwaltung von Kosten in Höhe von etwa 20.000 Euro aus, das Vorhaben soll noch in der ersten Jahreshälfte umgesetzt werden.

Die Maßnahmen waren nach der Stadtwerdung zum 1. Januar 2010 nötig geworden. Im Paragraf 13, Absatz 1 des Gesetz über den Feuerschutz und die Hilfeleistung (FSHG) in Nordrhein-Westfalen heißt es: "Die Gemeinde kann für den Betrieb einer ständig besetzten Feuerwache hauptamtliche Kräfte einstellen. Große kreisangehörige Städte und mittlere kreisangehörige Städte sind hierzu verpflichtet. Die Bezirksregierung kann Ausnahmen zulassen".

Dabei geht es vor allem um die Hilfsfristen und deren Erreichungsgrad. Zeitkritisch sind die Einsätze, bei denen Menschen in Gefahr sind, beispielsweise bei einem Zimmerbrand oder wenn nach einem Verkehrsunfall ein Mensch eingeklemmt ist.

So sollen innerhalb von acht Minuten nach dem Notruf mindestens neun Feuerwehrleute (Schutzziel 1) und innerhalb von zwölf Minuten insgesamt 13 Feuerwehrleute am Einsatzort sein (Schutzziel 2). Erfüllt werden müssen diese Ziele bei 80 Prozent der zeitkritischen Gesamteinsätze, so steht es im Gesetz. Die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren empfiehlt einen Erreichungsgrad von 95 Prozent.

Festgesetzt werden die notwendigen Schutzziele und ihr Erreichungsgrad vom Rat der Stadt. Bis 2016 läuft noch eine Kooperation mit dem Löschzug Spexard, der bei zeitkritischen Einsätzen in der Sürenheide parallel mit ausrückt.

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