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Ausgezeichnet: Es freuen sich Hubert Raack (Interessengemeinschaft Bienenfreunde Hiddenhausen-Werretal, v. l.), Ulrich Rolfsmeyer (Bürgermeister Hiddenhausen), Monika Bläute-Kaspar (IG Bienenfreunde Hiddenhausen-Werretal), Volker Braun (Leiter Amt für Umwelt Hiddenhausen), Jürgen Müller (Landrat, Kreis Herford), Anna-Lena Mügge (Klimaschutzmanagerin Kreis Herford) und Jennifer Oberbremer (Amt für Umwelt Hiddenhausen). - © Ralf Bittner
Ausgezeichnet: Es freuen sich Hubert Raack (Interessengemeinschaft Bienenfreunde Hiddenhausen-Werretal, v. l.), Ulrich Rolfsmeyer (Bürgermeister Hiddenhausen), Monika Bläute-Kaspar (IG Bienenfreunde Hiddenhausen-Werretal), Volker Braun (Leiter Amt für Umwelt Hiddenhausen), Jürgen Müller (Landrat, Kreis Herford), Anna-Lena Mügge (Klimaschutzmanagerin Kreis Herford) und Jennifer Oberbremer (Amt für Umwelt Hiddenhausen). | © Ralf Bittner

Kreis Herford Blühende Landschaften für das Klima

Der Kreis Herford zeichnet das Hiddenhausener Gemeinschaftsprojekt „Blühende Landschaften“ aus und schreibt einen mit 15.000 Euro dotierten Sanierungswettbewerb aus

Ralf Bittner
11.07.2018 | Stand 10.07.2018, 18:48 Uhr

Kreis Herford. Der Kreis Herford hat sich mit seinem integrierten Klimaschutzkonzept ehrgeizige Ziele im Klimaschutz gesetzt: Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 2012 um 30 Prozent gesenkt werden. Dass auch kleine Schritte auf diesem Weg Fortschritt bringen, zeigt das Projekt „Blühende Landschaften", das jetzt von Landrat Jürgen Müller in den „Kreis der guten Beispiele" aufgenommen wurde.

Die „Blühenden Landschaften" sind ein Gemeinschaftsprojekt von der Gemeinde Hiddenhausen und der „Interessengemeinschaft Bienenfreunde Hiddenhausen – Werretal" (IGB). Seit vier Jahren werden in jedem Frühjahr Saatgutmischungen herausgegeben, um den Erhalt der Insektenvielfalt zu fördern und Steinwüsten aus den Vorgärten zu verbannen. In diesem Jahr wurden erstmals auch heimische Sträucher kostenlos ausgegeben.

Mischung ist so abgestimmt, dass immer etwas blüht

„Die Mischungen sind so abgestimmt, dass immer einige Pflanzen blühen", sagte Volker Braun vom Umweltamt der Gemeinde. „Durch die ausgebrachten Saatgutmischungen entsteht ein vielfältiger, bunter, lebendiger Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und Hummeln in den heimischen Gärten, Balkonkästen und Ackerrandstreifen", ergänzte Imker Hubert Raack. „Es geht uns nicht nur um die Bienen, sondern generell um den Naturschutz und den Erhalt von Lebensräumen für Insekten."

„Der Erhalt der Insektendiversität und das Engagement zur Steigerung der Akzeptanz der fliegenden Gartenbewohner dienen dem Umwelt- und Klimaschutz", heißt es in der Begründung für die Aufnahme als achtes Projekt in den Kreis der guten Beispiele. „Unser Klimaziel werden wir nur erreichen, wenn sich Unternehmen, Kommunen aber auch Privatpersonen kreativ dafür engagieren", sagte Müller.

Viel Potenzial bei Wohn- und Gewerbegebäuden

Als Ansporn werden seit 2017 vorbildliche Klimaschutzprojekte mit dem „Kreis der guten Beispiele" ausgezeichnet. Dafür kommen kleinere und auch größere Projekte in Frage. Um Mitglied zu werden, können Bürger aus dem Kreis per Postkarte oder per E-Mail an klimaschutz@kreis-herford.de ihre guten Beispiele für den Klimaschutz beim Klimaschutzmanagement einreichen. Der „Kreis der guten Beispiele" ist eine Maßnahme aus dem Integrierten Klimaschutzkonzept des Kreises.

Dem Ziel der CO2-Reduktion dient auch der vom Kreis Herford und den beiden Klimaschutzkommunen Herford und Rödinghausen ausgeschriebene Sanierungswettbewerb, der Möglichkeiten der Einsparung, insbesondere bei Sanierungsmaßnahmen im Bestand von Wohn- und Gewerbegebäude, aufzeigen soll. Auch hier können sich Privatpersonen und Unternehmen bewerben. Ausgezeichnet werden sanierte Gebäude, bei denen die CO2-/Treibhausgasemissionen verringert werden konnten.

Information

Viele Möglichkeiten zur Teilnahme

  • Mit dem ausgelobten Sanierungswettbewerb wollen der Kreis Herford sowie die Kommunen Herford und Rödinghausen gemeinsam auf die Einsparungsmöglichkeiten hinweisen, die durch die Sanierung im Bestand der Wohn- und Gewerbegebäude erzielt werden können.

  • Diese können beispielsweise durch die Installation von Photovoltaikmodulen, gute Wärmedämmung, intelligente Lüftungstechnik oder durch den Einsatz regenerativer Wärmeerzeuger erzielt werden.

  • Es zählen bereits umgesetzte Einzelmaßnahmen oder als auch energetische Komplettsanierungen, Ideen oder Planungen werden nicht berücksichtigt.

  • Kriterien für die Fachjury sind unter anderem Einsparung der Treibhausgasemissionen, Energie-Einsparpotenzial, Innovationsgrad und Übertragbarkeit auf andere Objekte.

  • Bewerben kann sich jeder, sofern sich das Objekt im Kreis Herford befindet.

  • Die Einreichungsfrist endet am 31. Juli um 24 Uhr.

  • Für die Gewinner stehen dank Unterstützung Preisgelder von insgesamt 15.000 Euro bereit.

  • Sie werden bei einer Abschlussveranstaltung im Herbst vom Landrat und den beteiligten Bürgermeistern ausgezeichnet.

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