Einsatz an der Bahnhofstraße: In den Flüchtlingsunterkünften kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung. - © son
Einsatz an der Bahnhofstraße: In den Flüchtlingsunterkünften kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung. | © son

Steinhagen Polizeieinsatz wegen Randale in Flüchtlingsunterkunft in Steinhagen

Frank Jasper

Steinhagen. Zu einer körperlichen Auseinandersetzung ist es am späten Samstagabend an der Flüchtlingsunterkunft an der Bahnhofstraße in Steinhagen gekommen. Zeugen alarmierten gegen 23 Uhr die Polizei. Wie Polizeisprecherin Corinna Koptik auf Nachfrage des Haller Kreisblattes mitteilte, kam es auf einer Geburtstagsfeier zu einem Streit. Ein 23-jähriger Mann aus Genua, der der Polizei bekannt ist, und ein noch unbekannter Mann, vermutlich aus Marokko, sollen einen dritten Beteiligten geschlagen haben. Im Verlauf der Auseinandersetzung gingen Gartenmöbel und ein Fenster zu Bruch. Opfer der gewalttätigen Auseinandersetzung war ein 25-jähriger Afghane Bei dem Opfer soll es sich um einen 25-jährigen Afghanen handeln. Gegenüber der Polizei gab der Afghane jedoch an, es sei alles in Ordnung. Er verzichtete darauf, einen Strafantrag zu stellen. „Wir haben den Sachverhalt dennoch aufgenommen und ein Strafverfahren eingeleitet", sagte Croinna Koptik. Wie die Polizei weiter berichtet, sollen bei der Auseinandersetzung Alkohol und andere Drogen eine Rolle gespielt haben. Der Grund des Streits ist der Polizei nicht bekannt. Nicht zum ersten Mal ist es in den fünf Flüchtlingshäusern an der Bahnhofstraße zu Gewaltausbrüchen gekommen. So eskalierte im November vergangenen Jahres ein Konflikt, als einer der Beteiligten zu einem Messer griff und einen anderen Mann damit bedrohte. Alexander Alt, direkter Anwohner der Unterkünfte und FDP-Ratsherr, sagt: „Die meiste Zeit ist es ruhig, aber wir bekommen immer wieder verbale Auseinandersetzungen oder sogar Prügeleien mit." Die Unsicherheit in der Nachbarschaft nehme mit jedem Vorfall zu, berichtet Alexander Alt. Es weiß von Anwohnern, die ihre Kinder inzwischen über Umwege zur Schule schicken, damit sie nicht direkt an den Unterkünften vorbeigehen müssen.

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