Ein Auto brannte in der Nacht zu Montag in einer Tiefgarage aus. - © Andreas Eickhoff
Ein Auto brannte in der Nacht zu Montag in einer Tiefgarage aus. | © Andreas Eickhoff

Steinhagen Auto brennt in Tiefgarage aus - Wohnungen müssen geräumt werden

Andreas Eickhoff

Steinhagen. Fast sieben Stunden lang hat ein Pkw-Brand in einer Tiefgarage in der Nacht auf Montag rund 100 Einsatzkräfte in Atem gehalten: Nachdem das Feuer gelöscht war und die Anlage belüftet wurde, meldeten sich zahlreiche Anwohner und berichteten über Brandgeruch, vornehmlich in den Kellerräumen. Rund 80 Menschen mussten das Gebäude verlassen, nachdem die Feuerwehr erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentrationen in den Räumen gemessen hatte. Sie wurden in der Mensa des gegenüberliegenden Schulzentrums versorgt. Gegen 20.45 Uhr war die Feuerwehr zu einem Brandeinsatz gerufen worden, alle drei Löschzüge rückten mit zehn Fahrzeugen und 74 Einsatzkräften aus. Dichter Qualm drang aus der Tiefgarage, nur mit Hilfe von Wärmebildkameras konnten die Feuerwehrleute den Brandherd ausmachen. Der brennende Mercedes-Kombi konnte rasch gelöscht werden, über dem Stellplatz platzte aber aufgrund der Hitzeeinwirkung eine Wasserleitung. So musste der Energieversorger anrücken und die Leitung schließen. Hochleistungslüfter kam zum Einsatz Anschließend wurde zunächst mit drei kleineren Belüftungsgeräten versucht, den Brandrauch aus der Tiefgarage zu drücken. Da das brennende Auto im hinteren Teil der Anlage stand, gelang das nicht. Ein Hochleistungslüfter wurde angefordert. Nachdem das Gerät in Stellung gebracht worden war, meldeten sich die Bewohner der über der Tiefgarage liegenden Eigentumswohnungen und berichteten über Brandgeruch in ihrem Räumen. Messungen ergaben eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration. 21 Wohnungen wurden von Polizei und Feuerwehr zunächst geräumt und anschließend gemessen, auch die Bewohner wurden untersucht. Ein Rettungsassistent kontrollierte bei den Betroffenen mit einem Spezialgerät die Kohlenmonoxid-Konzentration im Blut. Die Befunde waren allesamt unbedenklich, fünf Betroffenen wurden aber vorsichtshalber zur weiteren Untersuchung in ein Bielefelder Krankenhaus gebracht. Alle anderen konnten gegen 2 Uhr wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

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