SHS Langes Ringen um eine klare Auskunft

Stalag-Förderverein hat nicht mehr viel Zeit

Schloß Holte-Stukenbrock (sk). Die Pressesprecherin von Ministerin Ute Schäfer, Stephanie Paeleke-Kuhlmann, hat kurzentschlossen für Klarheit gesorgt in einem Informationswirrwarr, das Manfred Büngener und Oliver Nickel schon an den Rand der Verzweiflung getrieben hatte. Jetzt wissen der Vorsitzende und der Geschäftsführer des Fördervereins der Dokumentationsstätte Stalag 326, was sie tun könnten, um die Gedenkstätte (vorerst) abzusichern.

Sie müssten bis Ende November bei der Landeszentrale für politische Bildung in einem Antrag glaubhaft versichern, dass sie für die pädagogische Arbeit eine halbe Stelle schaffen werden. Und sobald die besetzt ist, will das Land 12.500 Euro aus dem Topf für Erinnerungskultur überweisen. Dieses Geld kann dann für ganz praktische Dinge wie Heizung oder Inventar ausgegeben werden oder aber dafür, aus der halben eine ganz Stelle zu machen. Jetzt müssen Büngener und Nickel Geldgeber finden, um erst einmal die halbe Stelle finanzieren zu können. Mit jeweils 8.000 Euro wollen sich Stadt und Kreis beteiligen.

In der Landeszentrale für politische Bildung war zunächst unklar, ob die glaubhafte Absichtserklärung, eine halbe Stelle schaffen zu wollen, ausreicht, um einen Antrag stellen zu können. "Gute Frage", so der Kommentar von Sachbearbeiter Bert Krause. Seine Chefin, Maria Springenberg-Eich, sagte: "Den Fall gibt es noch nicht." Die Pressesprecherin des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport erlöste gestern Manfred Büngener und Oliver Nickel. Beide hatten nach diversen sich widersprechenden Angaben aus Düsseldorf die Hoffnung auf eine klare Auskunft schon fast aufgegeben.

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