SHS Dokumentationsstätte wird abgesichert

Schließung abgewendet / Stadt, Kreis und Land zahlen eine halbe Stelle

Schloß Holte-Stukenbrock (sk). Mit 8.000 Euro pro Jahr wird die Stadt nun die Arbeit der Dokumentationsstätte, die die Geschehnisse im Kriegsgefangenenlager "Stalag 326" aufarbeitet, unterstützen. "Das ist mehr als ein Quantensprung", sagte CDU-Fraktionssprecher Jürgen Gärtner am Dienstagabend im Finanzausschuss. Weil viele in der Fraktion die Arbeit der Dokumentationsstätte bis vor einigen Jahren entweder nicht ernst genommen oder abgelehnt haben. "Manchmal", ergänzte Gärtner, "entwickeln sich auch Dinge."

Die Dokumentationsstätte stand vor dem Aus. Die wenigen, überwiegend älteren Ehrenamtlichen schaffen die Arbeit nicht. Nur eine hauptamtliche Kraft kann auf Dauer den wissenschaftlichen und pädagogischen Anforderungen gerecht werden und regelmäßige Öffnungszeiten leisten. Dafür gibt es jetzt Geld. Die Stadt beteiligt sich mit 8.000 Euro an der Finanzierung einer halben Stelle, die wohl Historiker Oliver Nickel übernehmen wird. Der Kreis will nachziehen. Unter diesen Voraussetzungen gibt das Land aus seinem Topf für Erinnerungskultur 12.500 Euro pro Jahr. "Eine tolle Nachricht", sagt Manfred Büngener, Vorsitzender des Fördervereins, der die Dokumentationsstätte betreibt. Ganz auf der sicheren Seite fühlt er sich aber noch nicht. Denn das Land kann zurzeit weder genau sagen, in welcher Form der Zuschussantrag abgefasst und bis wann er abgegeben werden muss. Mal ist von Anfang, mal von Ende November die Rede. Und vorher muss noch ein Kreisausschuss rechtzeitig seinen Segen geben.

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