Der Geschäftsführer der Dokumentationsstätte Stalag 326, Oliver Nickel (r.), zeigte seinen Kollegen vom Arbeitskreis NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte die Dokumente. - © FOTO: BIRGIT GUHLKE
Der Geschäftsführer der Dokumentationsstätte Stalag 326, Oliver Nickel (r.), zeigte seinen Kollegen vom Arbeitskreis NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte die Dokumente. | © FOTO: BIRGIT GUHLKE

Schloß Holte-Stukenbrock Arbeitskreis unterstützt Stalag 326

Gedenkstätten-Vertreter tagen in Stukenbrock-Senne

Schloß Holte-Stukenbrock (big). Professor Alfons Kenkmann findet klare Worte: Von einem Alleinstellungsmerkmal für die Stadt spricht er und meint die Dokumentationsstätte Stalag 326. Der Vorsitzende des Arbeitskreises der Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen geht sogar noch weiter. "Peinlich" sei es, wenn die Arbeit solcherlei Gedenkstätten nicht entsprechend gewürdigt – und gefördert wird.

Gestern tagte der Arbeitskreis in eben dieser Gedenkstätte in Stukenbrock-Senne. Und erhob Forderungen für ihre Unterstützung.

Alfons Kenkmann vertritt den Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster, eine Gedenkstätte "der jüngeren Generation", wie es in einem neuen Band heißt, der die 24 NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW vorstellt. Dazu gehört auch das Stalag 326. 15 Vertreter dieser Stätten waren nun in Stukenbrock-Senne und tauschten sich aus – auch über Fördermöglichkeiten für die Arbeit in den einzelnen Stätten, die vielfach aus privaten Initiativen entstanden seien.

"Es sind ja nicht die ganz großen Gedenkstätten, und sie liegen oft mitten in der Stadt", sagte Arbeitskreis-Vorstandsmitglied Ulrike Schrader. Mittlerweile werden "die Stätten von den Kommunen akzeptiert und unterstützt", wenngleich in unterschiedlicher Ausprägung. In NRW gebe es ein dezentrales System der Erinnerungsarbeit, keine Landesgedenkstätte. Eine Basis- oder Sockelfinanzierung müsse es immer geben.

"In Stukenbrock muss es verbessert werden, um in die Landesförderung hineinzukommen", sagte Alfons Kenkmann. Deshalb lautete die "zentrale Forderung" des Arbeitskreises: "Eine halbe Stelle, 30.000 bis 35.000 Euro", müsste von der Kommune übernommen werden. Erst dann gebe es die Chance, darauf aufbauend vom Land Zuschüsse für die Erinnerungsarbeit in SHS zu bekommen.

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