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Die Schützenbrüder Peter Joachim, Paul Westerwalbesloh, Norbert Kockhans und Josef Keimeier (v.l.) fassen an beim Aufstellen des Liemker Maibaums, dem hier noch die 32. Zunftzeichen fehlen. Gelebte Gemeinschaft präsentieren zu können, ist ein wichtiger Pluspunkt beim Dorfwettbewerb. - © ARCHIVFOTO: BESIM MAZHIQI
Die Schützenbrüder Peter Joachim, Paul Westerwalbesloh, Norbert Kockhans und Josef Keimeier (v.l.) fassen an beim Aufstellen des Liemker Maibaums, dem hier noch die 32. Zunftzeichen fehlen. Gelebte Gemeinschaft präsentieren zu können, ist ein wichtiger Pluspunkt beim Dorfwettbewerb. | © ARCHIVFOTO: BESIM MAZHIQI

SCHLOß HOLTE-STUKENBROCK An einem Strang

Zwei Ortsteile rüsten sich für den Dorfwettbewerb im September

VON SUSANNE LAHR
21.05.2011 | Stand 20.05.2011, 20:11 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock. Sie waren bei der Premiere die Gewinner der Herzen, auch wenn es fürs oberste Treppchen nicht gereicht hat. Die Jury des Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" kam in der Senne aus vor drei Jahren dem Staunen nicht mehr heraus. Jetzt nehmen die Stukenbrock-Senner einen neuen Anlauf auf Gold. Und die Liemker machen es ihnen nach.

"Es wäre schön, wenn wir einen ähnlichen Erfolg erzielen könnten wie damals Platz 3", gibt Julia Wulf vom Organisationskernteam der Senner zu. "Aber viel wichtiger ist es, weiterhin etwas in der Gemeinschaft zu bewegen, in unserem kleinen Dorf voranzukommen." Der Wettbewerb als Motor, die Entwicklung in Gang zu halten.

Und dabei zu sein, dazu haben in Stukenbrock-Senne nicht nur die Alten Lust, sondern auch die Jungen. "Es sind viele Neue zu unseren Arbeitsgruppen hinzugestoßen", sagt Gerd Müller und freut sich sehr darüber. Drei Gruppen sind Anfang Mai gebildet worden; "Soziales und Kulturelles", "Wirtschaft" und "Bauen und Natur". Bis Mitte Juli haben deren Mitglieder – zurzeit sind es etwa 30 – nun den Auftrag, zu überlegen, was sich seit 2008 geändert hat, was für die Zukunft geplant ist, welche Visionen es gibt. Als Leitfaden dienen den Stukenbrock-Sennern wieder die Beurteilungskriterien des Dorfwettbewerbs.

Überarbeitet wird die Bewerbungsmappe 2008, deren Professionalität die Jury ebenfalls aus den Socken gehauen hat. Neben dem ausführlichen Exposé hatten die Senner sogar noch einen Kurzführer produziert. "Wir werden die Mappe auf den aktuellen Stand bringen, neue Bilder und Texte einarbeiten", erzählt Julia Wulf. Im August soll alles fertig sein, damit vor der Bereisung, die vermutlich Mitte September stattfindet, noch ein bisschen Luft ist, auch für einen Probelauf. Anders als 2008. Noch steht allerdings noch nicht endgültig fest, was in diesem Jahr der Jury gezeigt werden soll.

Ganz anders in Liemke. Das sind der Weg und die Haltepunkte fast schon minutiös festgelegt. "Wir möchten zwölf Punkte präsentieren", sagt Karl-Heinz Brüggemeier vom Liemker Kernteam für Dorfwettbewerb und Entwicklungskonzept. Bis Ende Mai hat er den Mitgliedern der vier Arbeitsgruppen Zeit gegeben, Bilder und Texte für die Bewerbungsmappe anzuliefern, deren Inhaltsverzeichnis schon steht. "Man muss klare Vorgaben machen, sonst trödeln alle nur rum", sagt er vermeintlich streng, muss dann aber lachen.
Doch der Zeitplan ist auch in Liemke eng gesteckt. "Vor den Sommerferien müssen wir fertig sein", sagt Brüggemeier. In den Gruppen zu den Bereichen "Wirtschaft", "Soziales und Kultur", "Bauen" und "Grünplanung" wird fleißig gearbeitet, das kann auch Margret Fromme-Ruthmann bestätigen. So ist in ihrer AG die Idee aufgekommen, zur Bereisung eine kleine Wirtschaftsschau zu organisieren, die das enorme mittelständische Potential in Liemke aufzeigen soll. Im Ortsteil mit 2.700 Einwohnern gibt es immerhin fast 1.600 Arbeitsplätze.

Die Grünplaner wollen guerillamäßig überall Sonnenblumen aussäen, damit Liemke beim Wettbewerb so richtig strahlt. Die Kultur-AG plant, die kulturelle Vielfalt durch eine Flaggen-Parade zu versinnbildlichen. Und der Dorfplatz soll bis September auch noch aufgehübscht werden. "Der Dorfplatz ist Teil unseres Zehn-Punkte-Plans", sagt Fromme-Ruthmann. Mehr wird jetzt noch nicht verraten "Wir sind guter Dinge", unterstreicht die Unternehmerin.

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