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Auch in SHS formiert sich Wiederstand gegen die Proteste gegen die Coronamaßnahmen. Auf eine direkte Konfrontation verzichten die Befürworter der Corona-Vorgaben aber. Überall in Deutschland gibt es derartige Gegenbewegungen für Solidarität. - © picture alliance/dpa
Auch in SHS formiert sich Wiederstand gegen die Proteste gegen die Coronamaßnahmen. Auf eine direkte Konfrontation verzichten die Befürworter der Corona-Vorgaben aber. Überall in Deutschland gibt es derartige Gegenbewegungen für Solidarität. | © picture alliance/dpa

Schloß Holte-Stukenbrock Reaktion auf Proteste gegen Corona-Maßnahmen: Aktion für Solidarität in SHS

Das Jugendparlament lädt in den Bürgerpark ein. Parteien und Vereine wollen sich beteiligen. Sie haben sich bewusst gegen eine eine Gegendemo am Montag entschieden. Auch in SHS gibt es Proteste gegen die Coronamaßnahmen.

Sigurd Gringel
18.01.2022 | Stand 19.01.2022, 17:18 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock. Den Pavillon auf der Bürgerwiese zwischen Rathaus und Gymnasium will das Jugendparlament der Stadt einen Tag lang zu einem Ort des stillen Gedenkens machen. Zugleich wollen die Organisatoren mit der Aktion an diesem Sonntag Solidarität mit Menschen ausdrücken, die besonders unter der Pandemie leiden und gelitten haben. Sie ist auch eine Reaktion auf die Montagsdemonstrationen von Coronaleugnern und Impfgegnern, die auch in SHS stattfinden. Die im Rat vertretenen Parteien, Institutionen und Vereine haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Weitere Unterstützer sind willkommen.

Seit ein paar Wochen demonstrieren Menschen montags gegen die Coronaschutzmaßnahmen. Besonders das Impfen und das Tragen von Masken lehnen die Demonstranten ab, die sich euphemistisch Spaziergänger nennen. In Schloß Holte-Stukenbrock hat die Zahl der Teilnehmer stetig abgenommen, beobachtet das Ordnungsamt. Zuletzt sind weniger als 40 Menschen mitgegangen. Sie verstoßen dabei bewusst gegen Gesetze und Verordnungen und verhalten sich respektlos gegenüber Mitarbeitern des Ordnungsamtes und Polizisten, indem sie sie schlichtweg ignorieren, auch wenn Ordnungskräfte die Demonstranten direkt ansprechen. Bislang hat die Polizei die Demonstranten gewähren lassen, um eine mögliche Eskalation zu vermeiden. Die „Spaziergänge" in SHS sind friedlich verlaufen.

Demonstrationen müssen im rechtlichen Rahmen geschehen

An der Videokonferenz haben Funktionsträger von Parteien und Vereinen teilgenommen und Jens Franke als interessierter Bürger. - © Henri Lindner
An der Videokonferenz haben Funktionsträger von Parteien und Vereinen teilgenommen und Jens Franke als interessierter Bürger. | © Henri Lindner

„Jeder hat das Recht zu demonstrieren", stellt Henri Lindner, Vorsitzender des Jugendparlamentes, klar, „das muss aber im rechtlichen Rahmen geschehen." Mit der Aktion am Rathaus will das Jugendparlament zudem ein Zeichen setzen gegen die gezielten Falschinformationen der Coronaleugner und Impfverweigerer und gegen Menschen, die die Legitimität des Staates anzweifeln.

Das Jugendparlament hat sich bewusst gegen eine Gegendemonstration am Montagabend entschieden. „Das halten wir nicht für ein geeignetes Mittel", sagt Henri Lindner. Stattdessen lädt es alle Bürger unter dem Motto "Nicht quer-, sondern zusammendenken - Gemeinsam in SHS" am Sonntag, 23. Januar, zwischen 11 und 18 Uhr ein, unter Einhaltung der Coronaschutzauflagen Solidarität mit Menschen zu zeigen, die besonders unter der Pandemie leiden, und der Todesopfer der Corona-Pandemie zu gedenken. „Die Mehrheit der Bevölkerung steht grundsätzlich hinter der Corona-Politik", sagt Henri Linder. Als Ideen für die Solidaritätsbekundung nennt er brennende Kerzen, Blumen, Plakate, Zettel oder Schnürsenkel als Symbol der Ablehnung der „Spaziergänge". In einer Videokonferenz haben die Flüchtlingshilfe, Unser Dorf Stukenbrock-Senne, Fortuna SHS, Partnerschaft für Demokratie, die im Rat vertretenen Parteien, die DLRG und die Jugend-DLRG ihre Teilnahme zugesagt. Zu der Konferenz eingeladen waren Vereine, Parteien, Institutionen und Unternehmen der Stadt. Das Jugendparlament hofft auf viele weitere Unterstützer.

Kontakt zum Jugendparlament

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