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Die Zehntklässler halten das Schild mit dem Hinweis auf das Berufswahlsiegel in Händen. Mit ihnen freuen sich Schulleiterin Daniela Hartmann (l.) sowie das Berufsorientierungsteam mit Julia Braun, Lena Lenz und Martin Tillmanns (r.) sowie Abteilungsleiter II (Jahrgänge 8 – 10), Markus Wenge. - © Karin Prignitz
Die Zehntklässler halten das Schild mit dem Hinweis auf das Berufswahlsiegel in Händen. Mit ihnen freuen sich Schulleiterin Daniela Hartmann (l.) sowie das Berufsorientierungsteam mit Julia Braun, Lena Lenz und Martin Tillmanns (r.) sowie Abteilungsleiter II (Jahrgänge 8 – 10), Markus Wenge. | © Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock Diese Schule in SHS darf sich als besonders berufsfreundlich bezeichnen

Die Gesamtschule ist mit dem Berufswahl-Siegel ausgezeichnet worden. Ende Juni soll die offizielle Verleihungsfeier stattfinden.

Karin Prignitz
07.05.2021 | Stand 06.05.2021, 20:49 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock. Eine berufliche Entscheidung zu treffen und damit die Weichen für die Zukunft zu stellen, das ist für junge Menschen eine große Herausforderung. Dank einer optimalen Berufs- und Studienorientierung, die fest im Schulsystem verankert ist, haben Zehntklässler der Gesamtschule auf besonders intensive Weise Praxiserfahrung sammeln können. Gezielt war der individuelle Orientierungsprozess vom Berufsorientierungsteam angeleitet worden. Mit großem Erfolg.

Die Gesamtschule SHS ist erstmals von der Peter-Gläsel-Stiftung für die Dauer von drei Jahren mit dem Berufswahl-Siegel ausgezeichnet worden. Zugleich hat die noch junge Schule das Siegel-Logo erhalten und darf sich deshalb als berufsfreundliche Schule bezeichnen. Am 24. Juni soll in der Peter-Gläsel-Schule Detmold die offizielle Verleihungsfeier stattfinden.

„Wir haben in den vergangenen zwei Jahren aktiv daran gearbeitet, das Siegel zu bekommen“, erzählt Martin Tillmanns. Neben den verpflichtenden Standardelementen habe es unter anderem Betriebsbesichtigungen und ein Bewerbertraining gegeben. „Das hat zu einem sehr positiven Feedback bei der Jury geführt.“ Der Erfolg komme nicht von ungefähr, betont Schulleiterin Daniela Hartmann. „In vielen Bereichen waren wir bereits engagiert.“ Übergangscoach Lena Lenz habe zusätzlich bei der Strukturierung geholfen. „Offene Ohren bei der Schulleitung, eine engagierte Elternschaft und ein Lehrerkollegium, das es aktiv mitträgt“, das sei der Schlüssel zum Erfolg, betont Lena Lenz.

Alle Schüler sind gut versorgt

„Wir sehen uns als Teamschule“, ergänzt Martin Tillmanns, „deshalb klappt das bei uns besonders gut.“ Das haben auch die Juroren so gesehen. So hatte es neben den Standardangeboten auch interessensspezifische Projekte gegeben. „Und die Praxistage im BANG-Netzwerk haben wir trotz Corona geschafft“, das hebt Lena Lenz hervor. Julia Braun weist zudem auf die externe Unterstützung durch die Agentur für Arbeit und „viele tolle Betriebe“ hin.

Mit dem nächsten Jahrgang wird ebenfalls darauf hingearbeitet. „Wir wünschen uns, dass sich viele Betriebe melden, damit Schüler ein Praktikum absolvieren können.“ Durch die Praktika habe man einerseits Berufe ausschließen können, erzählt Silas Majcen. Andererseits hätten viele Schüler dadurch eine Ausbildungsstelle gefunden. Marlon Kleinegrauthoff beispielsweise als Schornsteinfeger und Gülsüm Erca Türker als Pflegekraft. Lara-Marie Siek hat sich als medizinische Fachangestellte beworben, Donika Memaj möchte mit schwer erziehbaren Kindern arbeiten. Dominic Ackmann berichtet von einer langen Findungsphase, die zum Erfolg führte. Er macht eine Ausbildung zum Hörgeräteakustiker. „Alle Schüler, die die Schule verlassen, sind gut versorgt“, sagt Daniela Hartmann.

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