0
Klaus Fulland freut sich riesig über seine neue Rolle als Opa. Die erst wenige Wochen alte Enkeltochter Mariana fühlt sich sichtlich wohl in seinen Armen. Da wird die Arbeit am Schreibtisch zur Nebensache. - © Karin Prignitz
Klaus Fulland freut sich riesig über seine neue Rolle als Opa. Die erst wenige Wochen alte Enkeltochter Mariana fühlt sich sichtlich wohl in seinen Armen. Da wird die Arbeit am Schreibtisch zur Nebensache. | © Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock Fulland übergibt Fahrrad-Läden an Schröder Teams Automobile

Klaus Fulland bereitet sich derzeit auf die Übergabe seiner Fahrradläden in Schloß Holte und Hövelhof im kommenden Jahr an die Schröder-Teams-Gruppe vor.

Karin Prignitz
03.12.2019 | Stand 03.12.2019, 18:37 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock. Manchmal fügen sich die Dinge im Leben ganz von selbst. Zwar ist der Schreibtisch von Klaus Fulland in diesen Tagen noch voller als normalerweise, schon bald aber werden sich die Vorgänge, die erledigt werden müssen, deutlich reduzieren. Denn ab dem kommenden Jahr bleibt mehr Zeit fürs Privatleben – und insbesondere für Enkeltochter Mariana. Erst vor ein paar Wochen – am Pollhans-Dienstag – ist die Kleine auf die Welt gekommen, und ihr Opa liebt sie vom ersten Augenblick an heiß und innig. „Drei Tage nach ihrer Geburt habe ich den Vertrag unterschrieben.“ Schließlich habe er jetzt keine Zeit mehr, Fahrräder zu verkaufen, scherzt Fulland. Bereits im Sommer war Bastian Merkwitz an ihn herangetreten. Der Geschäftsführer von Schröder-Teams-Automobile in Sennestadt fragte an, ob Klaus Fulland sich vorstellen könne, sich von seinen Fahrradläden zu trennen. Ausverkauf Weil Klaus Fulland ohnehin vorhatte, „nicht mehr mit 70 hinter dem Verkaufstresen zu stehen“, konnte er sich mit dem Gedanken durchaus anfreunden. „Die andere Möglichkeit wäre ein Ausverkauf in ein paar Jahren gewesen.“ So aber sei ihm die Entscheidung abgenommen worden. Klaus Fulland übergibt seine Fahrradgeschäfte in Schloß Holte und Hövelhof, die er zusammen mit seiner Frau Manuela in dritter Generation führt, am 1. Januar 2020 an die Schröder-Teams-Gruppe. „Eine Win-Win-Situation für beide Seiten.“ Für die Kunden, das stellt der 61-Jährige unmissverständlich klar, „bleibt alles so, wie es ist“. Name, Standort und Mitarbeiter. Auch Reparaturen und Service laufen ganz normal weiter. „Nur das Impressum wird sich ändern.“ Weicher Übergang Und weil so eine Firmenübergabe viel Arbeit bedeutet, biegt sich der Schreibtisch im Moment. „Es wird einen weichen Übergang geben“, verspricht Fulland. Er wird zunächst 30 Stunden pro Woche in beratender Funktion tätig bleiben, seine Frau 20 Stunden vor Ort in Schloß Holte sein. Sie hat sich bisher vor allem um die Buchhaltung gekümmert. Bislang ist alles, was mit dem Einkauf zu tun hat, aber auch mit Werbung und Kontrolle, über den Schreibtisch von Klaus Fulland gelaufen. „Viele Sachen fallen künftig weg, so bleibt demnächst mehr Zeit für mich und uns.“ Mit diesem „uns“ meint Klaus Fulland neben seiner Frau auch die Enkelin, die er auf dem Arm wiegt. Bald wird er sie noch öfter sehen können, denn Tochter Elena und ihre kleine Familie ziehen ebenfalls auf den Sender Hof. Dorthin, wo das Fahrradgeschäft seinen Anfang genommen hat. Richtige Entscheidung Klaus Fulland möchte sich in der neu gewonnenen Freizeit wieder mehr seinen Hobbys, dem Angeln und Jagen sowie Haus und Garten widmen. „Beides ist in den vergangenen Jahren mehr als zu kurz gekommen.“ Von morgens sieben bis abends um halb acht und auch am Wochenende, das soll es so nicht mehr geben. „Eine richtige Entscheidung“ sei die Übergabe an die Schröder-Teams-Gruppe, denn „man will ja noch ein bisschen was vom Leben haben.“ Und Bastian Merkwitz, der freut sich ebenfalls. Künftig werde Schröder mit dem Verkauf von Automobilen „nicht nur Mobilität auf vier Rädern schaffen“, sondern das Konzept um Zweiräder ergänzen.

realisiert durch evolver group