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Geld reichlich: Bei der Gewerbesteuer übersteigen die Einnahmen der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock die Erwartungen. - © Sarah Jonek
Geld reichlich: Bei der Gewerbesteuer übersteigen die Einnahmen der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock die Erwartungen. | © Sarah Jonek

Schloß Holte-Stukenbrock Die Stadt steht zurzeit finanziell blendend da

Die Steuern sprudeln. Allerdings hat das auch Nachteile

Sabine Kubendorff
08.11.2019 | Stand 07.11.2019, 18:04 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock. Der Kämmerer hatte vor Jahresfrist damit gerechnet, dass die Stadt im Jahr 2019 den Haushaltsplan mit einem Minus von knapp 3,8 Millionen abschließen wird. Jetzt sieht es so aus, dass aus dem Minus ein Plus in Höhe von fast 4,8 Millionen wird. Besonders dank hoher Steuereinnahmen. Die Sache hat nur einen Haken, wie Kämmerer Olaf Junker in seinem Finanzbericht betont: Die Kreisumlage wird im nächsten Jahr um 3 auf 21 Millionen Euro steigen. „Das war so nicht vorgesehen", sagte Junker jetzt im Haupt- und Finanzausschuss. Aber die Steuerkraft, eine wichtige Grundlage bei der Berechnung der Umlage, sei in der Stadt überproportional gestiegen. Das bedeutet, mehr abgeben zu müssen. Und dann ist der Überschuss auch schon wieder weg Hinzu kommt, dass im nächsten Jahr der Kreis 10 Millionen Euro mehr für die Jugendhilfe einplanen muss und das auf die Kommunen, die seine Hilfe in Anspruch nehmen, umlegen wird. Dann ist der in diesem Jahr in SHS erzielte Überschuss schon wieder weg. Raffgier wollte dem Kreis im Haupt- und Finanzausschuss aber niemand unterstellen. Bürgermeister Hubert Erichlandwehr betonte, der Kreis gehe sehr kommunenfreundlich und professional mit der Kreisumlage um. In Paderborn herrsche zurzeit eine ganz andere Stimmung, sagte der Bürgermeister. Dort wollte der Kreis zunächst deutlich mehr Geld von seinen Kommunen, lenkte dann aber ein.

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