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 Verkaufsleiter Ralf Wiese (l.) und Marktleiter Karsten Bischoff im Hallenanbau. Dort entsteht der neue Fachmarkt. Karsten Bischoff leitet den Markt seit November. - © Sigurd Gringel
 Verkaufsleiter Ralf Wiese (l.) und Marktleiter Karsten Bischoff im Hallenanbau. Dort entsteht der neue Fachmarkt. Karsten Bischoff leitet den Markt seit November. | © Sigurd Gringel

Schloß Holte-Stukenbrock Hunde erhalten in diesem Fachmarkt bald eine eigene Theke

Zwei Millionen Euro investiert der Marktkauf in die Modernisierung. Fach- und Getränkemarkt werden komplett neugestaltet, am Monatsende wird eröffnet. Veränderungen gibt es auch im Warenhaus

Sigurd Gringel
06.11.2019 | Stand 06.11.2019, 20:08 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock. Nach fast siebenmonatiger Bauzeit wird der größte Supermarkt der Stadt, der Marktkauf, Ende November seinen Fachmarkt wieder öffnen. Er wird sich mit dem Getränkemarkt ein Dach und einen Eingang teilen. Der jetzige Getränkemarktstandort wird aufgegeben. Für Kunden werden die Wege kürzer, weil der Fachmarkt näher an das Warenhaus heranrückt. Mit neuen Sortimentschwerpunkten stellt sich der Marktkauf der Konkurrenz. Zwei Millionen Euro hat die Marktkauf Einzelhandelsgesellschaft Rhein-Ruhr in den Standort Schloß Holte-Stukenbrock investiert. Um über den Baufortschritt zu informieren, ist Verkaufsleiter Ralf Wiese angereist. Er betreut 14 Märkte in Ostwestfalen-Lippe. Den hiesigen Markt stuft er in die mittlere Größe ein, noch größer seien Märkte in Bielefeld. Parkplätze fallen nicht weg 5.800 Quadratmeter groß wird der neue Komplex an der Einkaufsmeile Holter Straße sein. Ungefähr dreimal so groß wie Rewe Buschkühle in Stukenbrock oder der Elli-Markt in Schloß Holte. Das Gebäude des Fachmarktes ist nach Westen hin erweitert worden, dort werden Fachmarkt und Getränkemarkt über einen gemeinsamen Eingang zu erreichen sein. Der Getränkemarkt firmiert weiterhin unter dem Namen „trinkgut", der alte Standort an der Industriestraße wird gleichzeitig mit der Öffnung des neuen Marktes am 26. November aufgegeben. Parkplätze fallen für den Neubau nicht weg, sagt Marktleiter Karsten Bischoff. Zwei neue Vollzeitkräfte stellt der Markt ein, dazu weitere Teilzeitkräfte. Unter anderem auch weil die Öffnungszeiten erweitert werden. Fortan öffnen alle drei Märkte montags bis samstags von 7 bis 21 Uhr. 141 Mitarbeiter und zwei Auszubildende beschäftigt der Marktkauf dann. Tonträger kaufen Kunden nicht mehr im Fachmarkt „Jetzt sind wir endlich auf der Zielgeraden", sagt Karsten Bischoff. Im Fachmarkt werkeln die Handwerker noch und bauen schon Regale auf. Mehr Platz in den Gängen wird es geben und Veränderungen im Sortiment. Elektrogeräte wie Toaster oder Kaffeemaschinen wird es neben Kühlschränken weiterhin geben, zurückgefahren wird aber zum Beispiel das Angebot an Audio- und Videotonträgern. „Die kaufen die Menschen woanders", sagt Karsten Bischoff. Dafür setzt der Fachmarkt auf eine Sportabteilung und mehr Tiernahrung. Hundebesitzer können ihr Tier bald auch mitbringen, es an einer besonderen Theke vom Futter kosten lassen und sich dann das Fressen für zu Hause selbst zusammenstellen. Die Gemüseabteilung wird umgestaltet, jene für Sushi ist neu Auch im Warenhaus wird es Veränderungen geben. Etwa alle acht Jahre sollte man sich das Konzept eines Marktes genau ansehen, empfiehlt Verkaufsleiter Ralf Wiese. Der letzte große Umbau war 2012. „Auf neue Trends muss man aber früher reagieren", sagt er. Zwei Reaktionen werden die Besucher künftig sofort am Eingang bemerken. Die Gemüseabteilung wird neugestaltet und direkt neben der Information wird eine Sushi-Abteilung aufgebaut. Neue Einkaufswagen gibt es gleich mit. Die Modernisierung betrifft auch die fünf Konzessionäre im Markt: Tabak und Zeitschriften, Blumen, Bäckerei, Mediterranes und Telefondienstleister. „Der Gesamtauftritt muss passen", sagt Ralf Wiese. Druck werde von der Gesellschaft aber nicht ausgeübt, betont er. Der Bäcker hat bereits reagiert, die Verkaufstheke ist schon neu. Dafür hat er einen langfristigen Mietvertrag mit dem Marktkauf unterschrieben. Eins wird nicht angetastet: Die Imbissbuden auf dem Parkplatz.

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