Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass eine Wölfin in der Senne heimisch geworden ist. - © Pixabay (Themenbild)
Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass eine Wölfin in der Senne heimisch geworden ist. | © Pixabay (Themenbild)

Paderborn/Schloß Holte-Stukenbrock/Bielefeld Senne wird zweites Wolfsgebiet in NRW

Mit der Ausweisung des neuen Wolfsgebietes können ab sofort Fördergelder für den Schutz von Tierherden beantragt werden

20.12.2018 | Stand 20.12.2018, 12:57 Uhr

Paderborn/Schloß Holte-Stukenbrock/Bielefeld (dpa/lnw). In Nordrhein-Westfalen ist vermutlich eine zweite Wölfin heimisch geworden. Die Landesregierung hat ein 922 Quadratkilometer großes Gebiet zwischen Paderborn, Bielefeld und Detmold zum Wolfsgebiet erklärt. Den Behörden lägen inzwischen genügend Nachweise und Anhaltspunkte vor, so dass von einer standorttreuen Wölfin ausgegangen werden könne, teilte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf mit. Mit der Ausweisung des neuen Wolfsgebietes können ab sofort Fördergelder für den Schutz von Tierherden beantragt werden. Das gelte auch für eine Pufferzone um das eigentliche Wolfsgebiet herum, womit insgesamt knapp 3.400 Quadratkilometer Fläche abgedeckt würden. Der Truppenübungsplatz Senne, der im Zentrum des Wolfsgebiets liegt, ist landschaftlich stark von Heide, Moor und Wald geprägt. Für den Wolf gilt das als ein idealer Standort. Vor 180 Jahren ausgerottet Im Bereich Schermbeck im Kreis Wesel am Niederrhein gibt es bereits ein Wolfsgebiet von ähnlicher Größe. Auch hier ist eine Wölfin heimisch geworden, nachdem der Wolf vor 180 Jahren in den Landschaften des heutigen Nordrhein-Westfalens ausgerottet wurde. Die Rückkehr des Wolfes erfolgt nicht ohne Konflikte. Gerissene Schafe sorgen für Diskussionen, Landwirte fordern schnelle Entschädigungen.

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