Tüftler: Alexander Brock hat einen praktischen Flaschenträger aus 100 Prozent Kunststoff erfunden. Mit einem Klick können volle oder leere Bier- oder Proseccoflaschen mit einer Hand transportiert werden. Den praktischen Kumpel gibt es in verschiedenen Farbvarianten. - © Karin Prignitz
Tüftler: Alexander Brock hat einen praktischen Flaschenträger aus 100 Prozent Kunststoff erfunden. Mit einem Klick können volle oder leere Bier- oder Proseccoflaschen mit einer Hand transportiert werden. Den praktischen Kumpel gibt es in verschiedenen Farbvarianten. | © Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock "Ding des Jahres": Tüftler aus Stukenbrock schafft es unter die besten vier der Sendung

Alexander Brock präsentiert seinen Flaschenträger „Bob“

Schloß Holte-Stukenbrock. Alexander Brock ist ein Tüftler, einer, dem ein Stichwort reicht, um einen kreativen Denkprozess in Gang zu setzen, einer der auch abseits der gewohnten Linien denkt. Mit seiner aktuellen Erfindung könnte der 49-Jährige jetzt den ganz großen Coup landen. Der Stukenbrocker ist am Samstag ab 20.15 Uhr dabei, wenn in der von Entertainer Stefan Raab erdachten neuen Erfindershow auf Pro7 „Das Ding des Jahres" gesucht wird. Mehrere kreative Köpfe treten dort gegeneinander an. Alexander Brock präsentiert seinen Flaschenträger „Bob". Den praktischen Kumpel aus Kunststoff, der dank seines raffinierten Mechanismus mit einem Klick und einer Hand bis zu sechs Bierflaschen auf einmal aus der Getränkekiste holt, die sich mit einem stabilen Griff bequem transportieren lassen. Gleiches gilt für Proseccoflaschen. Aufgezeichnet worden ist die Sendung bereits im November. Wie es gelaufen ist, das darf der Konstrukteur für Spritzgusswerkzeuge natürlich noch nicht verraten. „Wäre ja langweilig." Stattdessen haben Freunde eine kleine Feier organisiert. Gemeinsam soll geschaut werden, was die Jury mit den Moderatoren Joko Winterscheid und Lena Gercke sowie Rewe-Chefeinkäufer Hans-Jürgen Moog von Bob, dem Bottle-Buddy (Flaschenkumpel) halten. Am Ende stimmt das Studiopublikum ab, wer ins Finale einzieht. Das ist live am 10. März zu sehen. Die Zuschauer können dann per Telefon-Voting abstimmen. Der Sieger wird mit einem Werbedeal im Wert von 2,5 Millionen Euro belohnt. Der Kumpel kommt aus heimischer Produktion Alexander Brock ist sich bewusst, dass er schon jetzt gewonnen hat. „So viel Aufmerksamkeit zur besten Sendezeit", wer bekommt die schon? Die Idee für den praktischen Flaschenträger aus 100 Prozent Kunststoff ist spontan beim Thekendienst der Tennisspieler entstanden. Flaschen auf dem Tablett balancieren, da musste es doch eine andere Lösung geben. Entwickler Alexander Brock erfand sie und gründete gemeinsam mit seinem Freund Markus Landmann, der für den Vertrieb zuständig ist, und Uwe Merschbrock (Produktion und Einkauf) aus Verl die Click-It Systems GmbH. „Wichtig war mir zu zeigen, dass auch in Deutschland eine wirtschaftliche Herstellung funktioniert", betont Brock. „Weiberfastnacht 2016 war der erste Prototyp fertig", sagt Alexander Brock. Bob besteht aus 14 verschiedenen Bauteilen. Auch die sieben benötigten Werkzeuge für den Guss entspringen der Kreativität des Erfinders. „Firma Merschbrock hat das Potential erkannt." Bei der Umsetzung setzte Brock ausschließlich auf heimische Firmen. So haben Werkzeugmacher aus Bielefeld, Lemgo und Kirchlengern die Formen für die Einzelteile gebaut. „Die Banderole kommt von Gundlach aus Oerlinghausen", die Gebrauchsanleitung für das Piktogramm hat „hejdesign" in Schloß Holte-Stukenbrock entwickelt. Mittlerweile ist sogar das Europapatent erteilt worden. Als Alexander Brock von der neuen Stefan-Raab-Erfindershow hörte, war ihm sofort klar, „dass wir uns da anmelden müssen". Bis in die Nacht hinein stellten er und seine Mitstreiter einen Bewerbungsfilm zusammen und schickten ihn los. „Im Juli kam der Anruf von der Castingagentur", erzählt Brock. Man war begeistert und wollte ein Muster haben. Am 6. September, dem Geburtstag von Alexander Brock, wurde ein Einspieler gedreht. „Zehn Stunden ist gefilmt worden, ein spannender Tag." Ende September war klar, dass Bob dabei ist. „Die Sendung ist am 22. November in Köln aufgezeichnet worden." Das Ergebnis ist heute Abend zu sehen. Viele drücken Alexander Brock die Daumen. Über Jahrzehnte hinweg hat der Stukenbrocker sich ehrenamtlich im Sport engagiert. „Jetzt bekomme ich viel zurück." Er kenne niemanden, der ihm den Erfolg nicht gönne, sagt Brock. Freundschaft, die ist ihm wichtig, und deshalb setzt er die einzelnen Teile des Flaschenkumpels Bob unter anderem gleich mit sicherem Halt, Flexibilität und einem guten Gefühl. Und wer weiß, vielleicht wird Bob ja tatsächlich „das Ding des Jahres".

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