Im September geht es los: Telekom-Mitarbeiter wie Gerhard Diem und Wenzel Lochschmidt werden SHS mit einer verbesserten Internetverbindung versorgen.
Foto: Telekom/Wolfram Scheible - © Deutsche Telekom AG
Im September geht es los: Telekom-Mitarbeiter wie Gerhard Diem und Wenzel Lochschmidt werden SHS mit einer verbesserten Internetverbindung versorgen.
Foto: Telekom/Wolfram Scheible | © Deutsche Telekom AG

Schloß Holte-Stukenbrock Schnelles Internet für alle in SHS

Breitband: Neuer Koordinator für den gesamten Kreis Gütersloh informiert über zukünftige Ausstattung. Vier Gebiete in SHS erhalten spezielle Förderung von Bund und Land

Delia Kornelsen

Schloß Holte-Stukenbrock. Im Vergleich zu den Nachbarkommunen hat es Schloß Holte-Stukenbrock eigentlich ganz gut mit seiner Breitbandversorgung. Rund 90 Prozent der Haushalte haben eine Breitbandverfügbarkeit mit Anschlussqualität von mehr als 50 Mbit/s. Das reicht für das Versenden von E-Mails und zum Streaming oder Downloaden von Musik und Filmen. Dennoch gibt es auch einige Funklöcher, also Orte, an denen es mit der Internetversorgung nicht so ganz klappt. Das soll sich jedoch ändern, vier Gebiete erhalten eine Bundesförderung mit einer Co-Finanzierung durch das Land NRW. Weitere Gebiete werden anders aufgebessert. Anfang September des vergangenen Jahres stellte der Zweckverband „Infokom Gütersloh" für acht Kommunen des Kreises Gütersloh, darunter auch SHS, einen Antrag auf Förderung zur Verbesserung der Breitbandversorgung. SHS erhält von der Bundesförderung einen Anteil von 410.000 Euro, von der Landesförderung etwa 330.000 Euro und leistet einen Eigenanteil von 82.000 Euro. Vier Gebieten kommt diese Förderung zugute: Stukenbrock-Senne, der Storchkrugsiedlung, Rahmkeweg und Lange Straße. „In diesen Förderungsclustern beträgt die Breitbandversorgung momentan deutlich unter 30 Mbit/s", erklärt Melanie Becker von der Stadtverwaltung, die im Bereich Tiefbau und Umwelt tätig ist. Mehr als 840.000 Euro stehen zur Verfügung, um Funklöcher zu stopfen Neue Kabelverzweiger sollen her, zukünftig soll mit Glasfaserkabeln gearbeitet werden. Dann können auch Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s erreicht werden. Bis Ende September dieses Jahres soll laut dem Förderungsprogramm mit den Baumaßnahmen begonnen werden. Bis dahin muss unter anderem der ausführende Netzbetreiber feststehen. Neben diesen Abschnitten gibt es jedoch weitere Orte, die ausbaufähig sind, zum Beispiel der Achatiusweg. „Diese Gebiete möchte die Telekom in den kommenden drei Jahren im Eigenausbau selbst überarbeiten", berichtet Christoph Dübner, der seit Juni dieses Jahres Breitbandkoordinator vom Kreis Gütersloh ist. Daher, und da sie als „zu gut" versorgt gelten, erhalten diese Plätze keine spezielle Förderung. Ein weiterer Grund für eine unzureichende Internetversorgung könnte die fehlende „letzte Meile" sein, wie Christoph Dübner sagt. Kupferkabel verlieren Geschwindigkeit auf jedem Meter. Bewohner, die räumlich am Ende solch einer Vernetzung wohnen, dürften das zu spüren bekommen. Obwohl die Breitbandversorgung kein Grundbedürfnis darstellt, ist sie heutzutage für eine gut funktionierende Infrastruktur wichtig. „Sie hat eine hohe Priorität bei allen, besonders bei Betrieben oder auf Gewerbeflächen", unterstreicht der neue Kreiskoordinator. Ziel ist, das Netz und gleichzeitig auch die Stadt zukunftsfähig aufzustellen. Dies mag zwar keine langfristige Lösung sein, da die Erfordernisse stetig steigen und Geschwindigkeiten nicht groß genug sein können, wie Bürgermeister Hubert Erichlandwehr bemerkt, jedoch ein großer Schritt in eine flächendeckende Breitbandversorgung, irgendwann auch bis zur eigenen Haustür.

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