0
Gut gefüllt: Nachdem die Gruppen die Ausfahrten beendet hatten, wurden die Motorräder auf dem Holter Kirchplatz abgestellt. Wer Interesse hatte, bekam Gelegenheit, sie die Maschinen anzuschauen. Die meisten der Teilnehmer sind zum Gruppenbild zusammengekommen. - © Sigurd Gringel
Gut gefüllt: Nachdem die Gruppen die Ausfahrten beendet hatten, wurden die Motorräder auf dem Holter Kirchplatz abgestellt. Wer Interesse hatte, bekam Gelegenheit, sie die Maschinen anzuschauen. Die meisten der Teilnehmer sind zum Gruppenbild zusammengekommen. | © Sigurd Gringel

Schloß Holte-Stukenbrock Glückliche Biker nach Motorradtour mit der Neuen Westfälischen

Null Grad auf dem Köterberg. Trotzdem ließen es sich mehr als 70 Motorradfahrer nicht nehmen, der Witterung zu trotzen und den Reiz der Fahrt in großen Gruppen zu genießen

Gunter Held
24.04.2017 | Stand 25.04.2017, 21:18 Uhr |

Schloß Holte-Stukenbrock. Es ist kalt an diesem Sonntagmorgen. Aber es ist trocken. Alles andere ist egal. Es ist der Tag, an dem die erste von der Neuen Westfälischen organisierte Motorradtour stattfindet. Um 9.30 Uhr ist das Treffen vor der Redaktion am Holter Kirchplatz angesetzt. Viele sind schon früher da. Organisatorisches muss erledigt werden. Thilo Günther, Straßenrennfahrer und einer der Guides für eine flottere Gruppe, kommt um die Ecke geknallt. "Mann, ist das kalt", sagt er. Er trägt eine Sommerkombi mit vielen Luftdurchlässen. "Etwas anderes hab ich gar nicht." Sein Rennmotorrad, eine BMW R 1200 R hat er am Tag vorher noch für die Straße umgebaut. Blinker, Spiegel, Halterung fürs Navi - all das hat er normalerweise nicht. Mehr als 70 Biker haben dem kalten Wetter getrotzt und sind gekommen. Die Einteilung in die Gruppen ist schnell erledigt. NW-Redakteur Gunter Held führt eine der Blümchenpflücker-Touren, also eine Gruppe, die es eher gemächlich angehen lässt. Direkt hinter dem Guide reiht sich eine Honda Varadero ein. Eine mit einem kleinen Motor. 125 Kubikzentimeter (ccm) bei 11 PS. Da sind sogar die beiden Oldtimer NSU Typ Max mit 250 ccm und 17 PS stärker motorisiert. Hartmut Preuß hat ein Video gedreht: Aber egal, bei der Ausfahrt kommt es nicht auf Leistung an. Der Spaß, in der Gruppe zu fahren, steht im Vordergrund. Und da ist auch vollkommen in Ordnung, wenn nach einer Stunde Fahrzeit erst 50 Kilometer auf dem Tacho stehen. Knapp 250 werden es am Ende der siebenstündigen Tour sein. Kurz nach 13 Uhr trifft die Gruppe auf dem Köterberg ein. Null Grad. Zeit für einen heißen Kaffee. "So langsam wurden die Fingerspitzen und die Zehen gefühllos", sagt Ernst Lühr, der seine Tochter Sarah, die eine Geländemaschine fährt, auf einer Güllepumpe begleitet. So wird die Honda CX 500 genannt. Vom Köterberg geht?s hinunter an die Weser und dann in Serpentinen Richtung Ottenstein. Und in einer der engen Kurven passiert es: Bei einer NSU setzt der Motor aus. Veteran Dieter Renger weiß sich zu helfen. Er lässt die NSU den Berg hinabrollen und startet dann. Doch das Problem bleibt. "Hast du einen Zündkerzenschlüssel mit", fragt er Manfred Dierks, den zweiten NSU-Fahrer. Der nickt. Vor der Landherberge Ottenstein, der Mittagsrast, wird kurzerhand die Zündkerze ausgetauscht. Klar, so etwas hat man ja dabei - als Oldie-Fahrer sicherlich. "Läuft wieder", sagt Renger, als er in die Gaststube kommt und grinst. Mit zehn Minuten Verspätung, angepeilt war 17 Uhr, kommt die Gruppe auf dem Holter Kirchplatz an. Es ist ein beeindruckender Anblick, die vielen Motorräder zu sehen. Zahlreiche Schloß Holte-Stukenbrocker waren auf den Platz gekommen. Weil das Team vom Eiscafé "La Luna" die Aktion so klasse fand, gab es für die Teilnehmer einen großzügigen Rabatt. Allgemeiner Tenor als Gunter Held sich bei den Teilnehmern und Guides bedankte: So etwas muss die NW noch einmal anbieten.

realisiert durch evolver group