Statussymbol: Dass Cornelia Caruso im vergangenen Jahr einen Auftrag vom Porsche Zentrum Dortmund bekommen hat, macht sie stolz. In den Kartons mit dem Emblem des berühmten Sportwagens waren Bilder verpackt, die die Mitarbeiter des Autohändlers zu Weihnachten bekommen hatten. Links hinter ihr liegt das Ergebnis eines weiteren Spezialauftrags auf der Stanzmaschine: ein brauner Karton, in den 12 kleinere weiße exakt hineinpassen. - © Birgit Guhlke
Statussymbol: Dass Cornelia Caruso im vergangenen Jahr einen Auftrag vom Porsche Zentrum Dortmund bekommen hat, macht sie stolz. In den Kartons mit dem Emblem des berühmten Sportwagens waren Bilder verpackt, die die Mitarbeiter des Autohändlers zu Weihnachten bekommen hatten. Links hinter ihr liegt das Ergebnis eines weiteren Spezialauftrags auf der Stanzmaschine: ein brauner Karton, in den 12 kleinere weiße exakt hineinpassen. | © Birgit Guhlke

Schloß Holte-Stukenbrock Schloß Holte-Stukenbrockerin hat Kartons für alle Fälle

Schloß Holte-Stukenbrock. Zu Weihnachten gab es für die Mitarbeiter des Porsche Zentrums Dortmund gerahmte Bilder. Verpackt waren sie in Kartons, die eine Schloß Holte-Stukenbrockerin im Auftrag des Porsche-Händlers gefertigt hat. Weil Kartons in der erforderlichen Sondergröße nicht im Kaufhausregal liegen. Für Cornelia Caruso ist das kein Problem und kaum eine Herausforderung. Die Inhaberin der Karton nach Maß GmbH flitzt durch die Fertigungshalle im Verler Gewerbegebiet kurz hinter der Stadtgrenze zu SHS. Links stehen Paletten, auf denen Kartons gestapelt sind, eine Stanzmaschine ist ausgeschaltet, an einer zweiten stellt ihre Mitarbeiterin Mechthild Buschmann das Anforderungsprofil für den neuen Auftrag ein. Ob Sitzpolster, Litfaßsäule oder hochwertige Kunstseifen, bei Cornelia Caruso gibt es für so ziemlich alles eine Verpackung aus Wellpappe – nach Maß eben. Vor knapp fünf Jahren hat sich die heute 49-Jährige selbstständig gemacht, damals noch mit einem zweiten Geschäftsgründer. Als Angestellte hatte die gelernte Speditionskauffrau immer wieder das Gefühl, eigene Ideen nicht so leicht umsetzen zu können, fühlte sich ausgebremst, wollte mehr Verantwortung übernehmen. Nun hat sie alles zusammen und sagt: „Das ist mein Baby, ich habe es aufgebaut und bin damit noch nicht fertig.“ Zur gleichen Zeit klingelt das Telefon, ein Auftrag ändert sich kurzfristig, mit einem zweiten Anruf regelt die Geschäftsfrau alles dafür nötige – kein Problem. In einem Karton sind Muster aufgereiht, die die verschiedenen Qualitäten der Wellpappe zeigen, aus denen sich Kartons stanzen lassen. Mit gezielten Fragen hilft sie Kunden auf die Sprünge, um das richtige Material für den Karton zu finden.Die Sache mit dem Sperrigkeitszuschlag „Es ist ja ein Unterschied, ob ich Textilien, empfindliche Elektroteile oder Metallwaren einpacken will.“ Oder ob es sich wirklich lohnt, für ein Paket einen Karton anzufertigen und möglicherweise zu riskieren, einen Sperrigkeitszuschlag zahlen zu müssen. Alles schon mal vorgekommen. Dem Gründerinnentreff „GUT netzwerken in SHS“ hat sie sich angeschlossen, weil Kontakte wichtig seien. Sie ist noch Mitglied bei der Einzelhandelsgemeinschaft Kaunitz und, seit Dezember, beim BNI, dem Business Network International. Die Damen des lokalen Netzwerks unterstützen sich gegenseitig, so der Eindruck von Cornelia Caruso, tauschen sich aus. Mal weiß die eine was, mal hat die andere einen Rat – oder empfiehlt die Netzwerkpartnerin bei Geschäftskunden. Weil da jemand vielleicht mal einen Schwung Kartons in Sondergröße braucht. Die städtische Gleichstellungsbeauftragte Barbara Fleiter hat das Netzwerk 2014 ins Leben gerufen. Sie organisiert nun regelmäßig Treffen, Vorträge, Angebote. Und hat damit augenscheinlich eine Marktlücke geschlossen.

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