Schloß Holte-Stukenbrock Ungeklärter Mord in Schloß Holte beschäftigt Abgeordneten im Landtag

Türkischer Familienvater 1996 erschossen

Dirk-Ulrich Brüggemann
25.08.2016 | Stand 25.08.2016, 11:53 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock/Düsseldorf. Ein bis heute ungeklärter Mord in Schloß Holte beschäftigt den Abgeordneten im Düsseldorfer Landtag Daniel Schwerd (Die Linke). Im September 1996 war ein türkischer Familienvater in der Nähe des Campingplatzes „In den Tannen" in Schloß Holte auf offener Straße mit mehreren Pistolenschüssen erschossen worden. An diesem Tag war der Vater zusammen mit seiner neunjährigen Tochter mit dem Fahrrad zum Einkaufen unterwegs, als ein Unbekannter den Mann mit sechs Schüssen vor den Augen des Kindes getötet hat. In einer kleinen Anfrage an den Landtag in Düsseldorf möchte Schwerd nun genau wissen, ob nicht möglicherweise Parallelen zu der Mordserie des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) bestehen könnten. Der Landtagsabgeordnete sieht in dem „unmotiviert wirkenden Mord" eine gewisse Ähnlichkeit zu den Taten des NSU, auch wenn der zeitliche Rahmen nicht ganz zu passen scheint. „Aber warum soll die Gruppe nicht schon früher ähnliche Taten begangen haben", fragt Daniel Schwerd im Gespräch mit der Neuen Westfälischen. „Vielleicht hat es sogar lokale Unterstützer gegeben?" Eine Antwort auf die Kleine Anfrage hat Daniel Schwerd, der vorher bei der Piratenpartei war und jetzt einziger Landtagsabgeordneter der Linken in Düsseldorf ist, noch nicht von der Landesregierung erhalten. Diese hat in der Regel vier Wochen Zeit, diese Anfragen zu beantworten. „Und die Zeit braucht sie in der Regel auch", erklärt Schwerd.

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