0
Im Schnittpunkt von Autobahn und Landstraße: Die Ackerflächen für das geplante interkommunale Industriegebiet sind von Bäumen umwachsen. - © Marc Köppelmann
Im Schnittpunkt von Autobahn und Landstraße: Die Ackerflächen für das geplante interkommunale Industriegebiet sind von Bäumen umwachsen. | © Marc Köppelmann

Schloß Holte-Stukenbrock Politiker beraten über interkommunales Gewerbegebiet

SHS soll keine Mehrheit bekommen

Sabine Kubendorff
25.06.2016 | Stand 24.06.2016, 20:35 Uhr
Karl Finke

Ralph Meyer

Schloß Holte-Stukenbrock. Die Begeisterung der Kommunen Hövelhof und Schloß Holte-Stukenbrock hielt sich Anfang des Jahres in Grenzen, als die Bezirksregierung ihnen noch Augustdorf als weiteren Partnern des neuen interkommunalen Gewerbegebietes in Stukenbrock-Senne an die Seite zwang. Jetzt versuchen alle Beteiligten, das Beste daraus zu machen, zunächst einmal nichtöffentlich. Die Stadt SHS möchte natürlich den größten Teil der Gewerbefläche vermarkten, Augustdorf gilt als der schwächste Partner, macht aber Hövelhof Konkurrenz. Die Sennegemeinde Hövelhof wartet seit Jahren auf die Ausweisung neuer Gewerbeflächen, weil die Nachfrage anhaltend gut ist. Eine Erweiterung des Industriegebietes Nord auf Waldflächen gegenüber vom Unternehmen Hedenkamp war von der Bezirksregierung aus Naturschutzgründen abgelehnt worden. Mit dem Versprechen, der Gemeinde zu einer Teilhabe an einem interkommunalen Gewerbegebiet zu verhelfen. Dieses Versprechen wird nun eingelöst - wenn die Landesregierung wie bereits die Bezirksregierung und der Regionalrat dem Projekt zustimmt. Als Entwicklungsspielraum anerkannt wurden für Hövelhof 23 Hektar - aber nicht auf Gemeindegebiet, so Martin Hübner als Technischer Dezernent des Kreises Paderborn in der Sitzung des Bauausschusses. Möglicherweise werde die Fläche im interkommunalen Industriegebiet für Hövelhof auch noch etwas größer. Auf der Gesamtfläche solle es zu einer Mischung von größeren und kleineren Betrieben kommen. Das Angebot solle den Bedarf bis zum Jahr 2035 decken. Vermarktet werden soll das Industriegebiet in einer noch zu gründenden GmbH mit Beteiligung der drei Kommunen. "Geplant ist eine prozentuale Beteiligung im Verhältnis 40:40:20", so Bernd Schäfer, Fraktionsvorsitzender der SPD im Paderborner Kreistag als Bauausschussmitglied. Er sagte weiter: "Das Verhandlungsklima ist gut für ein ungewohntes Projekt." Am Mittwochabend haben sich die Haupt- und Finanzausschüsse der drei beteiligten Kommunen in vertraulicher Sitzung mit den Entwürfen der Satzung und der Gesellschaftervereinbarung befasst. Noch ungelöste Fragen bei der Kosten- und Lastenverteilung sollen in Einzelgesprächen geklärt werden, berichtete Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens am Donnerstag auf Anfrage der NW und er sagte wörtlich: "Wir müssen noch an den einzelnen Stellschrauben drehen". Anschließend wird die Bezirksregierung die vorgelegten Entwürfe prüfen. Nach der Sommerpause werden dann die drei Räte über das Gesamtpaket, das auch die Fragen der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates beinhaltet, abstimmen.

realisiert durch evolver group