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Hohe Ehren: Ludwig Brinkmann, Karl Heinz Wulf und Rolf Schniedermann (vorne v. l.) zeigen ihre Urkunden. Hinter und neben ihnen stehen (v. l.) Diözesanbundesmeister Eberhard Banneyer, Zeremonienmeister Sven Teßmann, Wolfgang Fockel, Vikar Christian Albert, Daniel Heising, Oberst Karl-Heinz Deppe, König und Brudermeister Frank Hachmann sowie der stellvertretende Bezirksbundesmeister Meinolf Fleitmann. - © Karin Prignitz
Hohe Ehren: Ludwig Brinkmann, Karl Heinz Wulf und Rolf Schniedermann (vorne v. l.) zeigen ihre Urkunden. Hinter und neben ihnen stehen (v. l.) Diözesanbundesmeister Eberhard Banneyer, Zeremonienmeister Sven Teßmann, Wolfgang Fockel, Vikar Christian Albert, Daniel Heising, Oberst Karl-Heinz Deppe, König und Brudermeister Frank Hachmann sowie der stellvertretende Bezirksbundesmeister Meinolf Fleitmann. | © Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock Die Senne hat ausgezeichnete Schützen

St.-Achatius-Schützen: In Stukenbrock-Senne sind Karl Heinz Wulf und Ludwig Brinkmann mit dem Schulterband zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz ausgezeichnet worden. Hoch geehrt worden ist auch Rolf Schniedermann

Karin Prignitz
10.05.2016 | Stand 09.05.2016, 20:39 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock. Dass sich die gewählten Vertreter einer Partei, "die die gleiche Farbe hat wie die Schützenuniformen" weigern "für alles, was mit Schießsport zu tun hat, Geld dazuzuschießen", hat Hubert Erichlandwehr ordentlich "gefuchst". Wie sehr, daraus machte der Bürgermeister beim gestrigen Schützenfrühstück in Stukenbrock-Senne keinen Hehl. Wer so handele, habe ganz offensichtlich nicht verstanden, worum es Schützenvereinen gehe. Und das sei vor allem die Gemeinschaft, die auch die Jugend erleben dürfe. Der Bürgermeister, selbst vor einiger Zeit Schützenkönig in Liemke, hält eine Unterstützung für selbstverständlich. Und er hatte deshalb 500 Euro von der Stadt als Geschenk dabei. Landtagsabgeordneter André Kuper (CDU) stieß ins gleiche Horn und erinnerte an den geplanten Freizeitlärm-Erlass des Umweltministers. "Wenn der durchgekommen wäre, dann würden wir künftig keine Schützenfeste mehr feiern können." Deshalb sei "koordinierter Widerstand" geleistet worden. "Mit deutlichem Votum aus dem Kreis Gütersloh." Von Mensch zu Mensch zu feiern sei doch immer noch viel wichtiger als virtuell im Internet, betonte Kuper. Landrat Sven-Georg Adenauer wollte zwar nicht zu politisch werden, aber dass das gesellige Miteinander, "das die Region ausmacht, platt gemacht und die Schützen in die Ecke gedrängt werden sollen", wollte auch er nicht hinnehmen. "Traditionen, die über Jahrhunderte gewachsen sind, dürfen wir uns nicht kaputtmachen lassen." Nach so viel bekennenden und motivierenden Worten wurden einige langjährige und immer aktive Schützen besonders hervorgehoben und geehrt. Allen voran zwei aus den Reihen der St.-Achatius-Schützenbruderschaft Stukenbrock-Senne. Karl Heinz Wulf (71) und Ludwig Brinkmann (72) bekamen von Diözesanbundesmeister Eberhard Banneyer und dem stellvertretenden Bezirksbundesmeister Meinolf Fleitmann das Schulterband zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz umgehängt. Die höchste Auszeichnung, die die St.-Achatius-Schützen bislang verliehen haben. Sowohl Wulf als auch Brinkmann gehören der Bruderschaft seit  Jahrzehnten an, beide waren bereits König. Karl Heinz Wulf war bis zum Jahr 2003 Zeremonienmeister, danach Ehrenoffizier, und er stellt den Jungschützen seit 25 Jahren sein Grundstück für die Ausrichtung des Osterfeuers zur Verfügung. Ludwig Brinkmann war viele Jahre lang 2. Bundesmeister und dann ebenfalls Ehrenoffizier. 22 Jahre hat er im Vorstand mitgearbeitet und sich für die Belange der Bruderschaft eingesetzt. Wulf und Brinkmann haben sich insbesondere am Frühjahrsputz und bei den Auf- und Abbauarbeiten von Vogelschießen und Schützenfest beteiligt. Mit dem St.-Sebastianus-Ehrenkreuz ist Rolf Schniedermann ausgezeichnet worden. Er hat somit die Krawatte gegen den hohen Orden getauscht. Alle Prinzen-Titel und 2012 auch die Königswürde hatte Schniedermann errungen. Viele Jahre lang war er 1. Kassierer, von 2003 bis 2009 1. Brudermeister. Seit 2014 ist er Bataillonsadjudant. Das Silberne Verdienstkreuz wurde dem stellvertretenden Schießmeister Wolfgang Fockel und Schriftführer Daniel Heising verliehen. Heising ist stellvertretender Bezirksjungschützenmeister gewesen und er gehört zum Organisationsteam, das den Bundesjungschützentag, der 2018 von den St.-Achatius-Schützen ausgerichtet und rund um das Rathaus gefeiert werden soll, mit organisieren. Wolfgang Fockel hingegen gehört zu den Mitbegründern der Spenden-Gruppe für den Anbau der Schützenhalle in Senne.

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