Geld von Bund und Land: Die Stadt bekommt 800.000 Euro für die Betreuung der Flüchtlinge in der Zeltstadt auf dem Gelände der Polizeischule. - © Birgit Guhlke
Geld von Bund und Land: Die Stadt bekommt 800.000 Euro für die Betreuung der Flüchtlinge in der Zeltstadt auf dem Gelände der Polizeischule. | © Birgit Guhlke

Schloß Holte-Stukenbrock Stadt erhält 800.000 Euro für Betreuung der Flüchtlinge

Zwischenbilanz: 254 Asylbewerber. 46 von ihnen sind geduldet, 47 haben eine Bleibeperspektive

Schloß Holte-Stukenbrock. Die Bezirksregierung hat Wort gehalten. Weil auf dem Gelände der Polizeischule Notunterkünfte für bis zu 1.500 Flüchtlinge geschaffen wurden, sind der Stadt seit Mitte September keine weiteren Asylbewerber zugewiesen worden. 254 betreut die Stadt aktuell. Sie kommen aus 28 Ländern. Die Menschen aus Eritrea (12), aus dem Iran (1) und Syrien (34) haben eine Bleibeperspektive und können deshalb an Integrationskursen teilnehmen. Zentrales Thema dabei ist die Sprachvermittlung.

Sprachkurse bieten auch die Kirchen an, und was darüber hinaus auf diesem Gebiet getan werden kann und soll, darüber wird am Mittwoch, 25. November, am Runden Tisch "Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe" diskutiert. Das Treffen findet ab 18 Uhr im großen Ratssaal statt. Nach dem ersten Treffen hatten sich verschiedene Arbeitsgruppen zusammengefunden, "und die ersten Schritte für eine gelingende Flüchtlingsarbeit wurden geleistet", schreibt Bürgermeister Hubert Erichlandwehr in seiner Einladung. "Es sind viele Ideen entstanden, die nach und nach umgesetzt werden."

Zum Beispiel gibt es jetzt Spielgruppen in der Grundschule Stukenbrock. 44 der 74 Kinder aus aller Herren Länder, die jetzt in Schloß Holte-Stukenbrock leben, sind noch nicht schulpflichtig. Außerdem betreut die Stadt zusammen mit der Caritas ehrenamtliche Lern- und Familienbegleiter.

Neue Flüchtlingsberaterin beginnt am 1. Dezember mit der Arbeit

Für die Betreuung der Flüchtlinge haben Bund und Land jetzt noch einmal 800.000 Euro an die Stadt überwiesen. Davon kann auch die neue Flüchtlingsberaterin bezahlt werden, die am 1. Dezember ihre Arbeit aufnimmt. Bislang hatten sich die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock und Verl die Kosten für die Stelle von Mustafa Haroglu geteilt. Inzwischen ist pro Kommune eine Ganztagsstelle erforderlich. Die übernimmt Haroglu in Verl.

Wie Sozialamtsleiterin Kerstin Steinmeier jetzt dem Stadtrat mitteilte, leben außer den 254 Flüchtlingen, die die Stadt betreut, aktuell noch 909 in der Zeltstadt und 367 in Unterkünften und der Turnhalle der Polizeischule. Für sie ist die Bezirksregierung zuständig.

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