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Nach dem Auftritt: Die Bandmitglieder von Montreal heizen dem Publikum am Samstagabend noch einmal richtig ein. - © Kristoffer Fillies
Nach dem Auftritt: Die Bandmitglieder von Montreal heizen dem Publikum am Samstagabend noch einmal richtig ein. | © Kristoffer Fillies

Schloß Holte-Stukenbrock Rockmusik und Tradition

3.000 Musikbegeisterte besuchen das Holter Meeting

Kristoffer Fillies
31.08.2015 | Stand 30.08.2015, 20:57 Uhr |

Schloß Holte-Stukenbrock. Das Holter Meeting hat gerockt! Die 28. Auflage des Umsonst-und-Draußen-Musikfestivals bot einmal mehr den Fans der Rock- und Metalmusik ein großes Fest. Das Resümee der Organisatoren fällt gut aus, gerade auch das Wetter hat dieses Jahr sonnig und warm mitgespielt. 16 Bands aus dem Rock- und Metal-Genre haben es an den zwei Festivaltagen ordentlichen krachen lassen. Am zweiten Tag traten außerdem drei Poetry Slammer aus Paderborn auf. Besonders voll wurde es vor der Bühne, wenn die Sonne unterging und Top-Acts spielten wie die Headliner Eddie?s Revenge am Freitag oder Montreal am Samstag. Nico Grote, im Vorstand des organisierenden Vereins für Jugend und Kultur, kann aber nur schätzen: "Zu den besten Zeiten waren bestimmt mehr als 2.000 Leute im Publikum vor der Bühne." Genau könne das aber keiner sagen, "weil das Festival ja kostenlos ist und jeder kommen und gehen kann, wann er möchte. Ich schätze aber, dass insgesamt etwa 3.000 Leute das Festival besucht haben." Yasemin Çaglar ist eine dieser Festivalbesucher. Sie kommt aus Schloß Holte-Stukenbrock und geht schon seit einigen Jahren aufs Holter Meeting. "Auch dieses Jahr ist es wieder genial", findet die 22-jährige Studentin. Besonders cool findet sie, dass neben einigen überregionalen Bands auch viele regionale Gruppen die Bühne rocken. "Und im Publikum oder auf dem Zeltplatz findet man immer Leute, die man noch aus der Schulzeit kennt und endlich mal wiedersieht." Der Zeltplatz wurde dieses Jahr wieder von vielen Festival-Campern genutzt. Christoph Klose und andere Helfer haben dafür gesorgt, dass jeder, der zelten wollte, auch einen Platz bekam. "Mehr als 350 Zelte haben wir gezählt", sagt er. Probleme gab es mit den Leuten keine. "Alle sind lustig drauf und mit Spaß dabei, da macht es auch uns Helfern mehr Spaß." Fast 100 ehrenamtliche Helfer sorgten dafür, dass das Holter Meeting so gut ablaufen konnte - vom Thekendienst bis hin zum Ordner vor der Bühne und auf dem Platz. Auf dem Zeltplatz machte es sich auch Alex aus Bad Salzuflen gemütlich. Der 25-Jährige kennt das Holter Meeting nun seit drei Jahren. Dieses Jahr nahm er seine Musikanlage samt Schlagzeug, Bass und Gitarre mit. Unter sein Pavillon, etwa 200 Schritte von der großen Bühne entfernt, hatte Alex sich eine eigene kleine Bühne gebaut, die zum Mitspielen einlud - in den Pausen, wenn die Festival-Bühne für den nächsten Auftritt umgebaut wurde. "Jeder, der kann und möchte, spielt hier dann einfach ein bisschen. So lernt man auch immer neue Leute kennen", sagt er. Wenn dort auf Alex' kleiner Bühne Musik gemacht wurde, war für die Helfer hinter der HoMee-Bühne allerdings keine Zeit zum Ausruhen. Was der Festivalbesucher nicht sieht: Schon zwei Tage vor Beginn starteten die Aufbauarbeiten. Und auch noch Tage nach dem Festival muss abgebaut werden. "Ein großes Dankeschön geht aber auch an die Sponsoren", sagt Organisator Nico Grote. "Gerade ein Umsonst-Festival braucht die Unterstützer." Aber auch Unangenehmes ist passiert. "Leider sind wohl Taschendiebe unterwegs gewesen", sagt Nico. Einem Camper wurde sogar das ganze Zelt leer geräumt, während er vor der Bühne zur Musik tanzte. Andere Festivalbesucher berichten von gestohlenen Wertsachen und Taschen. Das Resümee für das Holter Meeting in diesem Jahr fällt jedoch positiv aus. "Stressig aber geil", sagt Nico. Und dass das noch größere Serengeti Festival nächstes Jahr nicht mehr stattfindet, mache ihm nichts aus. "Das Holter Meeting gibt es schon weitaus länger als das Serengeti Festival. Wir machen weiter."

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