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Tina und Jan-Dirk aus Oelde - © Sigurd Gringel
Tina und Jan-Dirk aus Oelde | © Sigurd Gringel

Schloß Holte-Stukenbrock Fans wollen weitere Serengeti-Festivals

Einlassbändchen bleibt dran

Sigurd Gringel
17.08.2015 | Stand 17.08.2015, 21:16 Uhr |

Schloß Holte-Stukenbrock. Mit dem Song „Self Esteem“ der amerikanischen Punkband „The Offspring“ ging Sonntagnacht das wahrscheinlich letzte Serengeti-Festival zu Ende. Für manche Fans ein gelungener Schlusspunkt, für manche aber auch ein bitterer Moment. Doch nur wenige zeigten es so offen, wie Tina aus Oelde. Sie ist nicht den Tränen nah, aber sehr traurig. Am Montagmorgen ist sie eine der Letzten auf dem Zeltplatz. Es scheint, als wolle sie ihn gar nicht verlassen. „Das ist doch mein Zuhause“, sagt sie. Und: „Wir wollen unser Festival nicht verlieren.“ Diesen Satz hat sie auch auf ein Stück Karton geschrieben. Auf der anderen Seite steht „Serengeti darf nicht sterben.“ Daneben viele Unterschriften von Fans, die das ebenso sehen. Tina und ihr Mann Jan-Dirk gehören zu den treuen Fans, die jedes Jahr wieder kommen. Angefangen hat es 2011, weil Tina unbedingt die Band „Bullet for my Valentine“ sehen wollte. Das Festival hat ihr so gut gefallen, dass sie „hängen geblieben“ ist. Kurz nach dem Festival kaufen sich die beiden schon die Karten für das nächste Jahr. Das bunte Treiben auf dem Campingplatz steht dabei im Vordergrund. Bei den Bands haben sie dem Gespür von Serengetimacher Walent Cerkez vertraut. Irgend etwas sei immer für sie dabei. „Wir haben viele Freunde gewonnen, die wir jedes Jahr hier treffen“, sagt Tina. An ein Ende des Serengeti-Festivals will sie nicht glauben. Ihr aktuelles Einlassbändchen am Handgelenk will sie so lange tragen, bis das nächste Serengeti stattfindet. Das könnte schon 2017 sein, hat sie gehört. Das habe ihr zumindest ein „Typ an der Toilette“ erzählt, der behauptete, es aus erster Hand zu wissen. „Der hatte aber auch was getrunken“, sagt Tina.

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