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Schloß Holte-Stukenbrock

Flüchtlinge ziehen erst im September ein

European Homecare wird die Zeltstadt betreiben

12.08.2015 | Stand 11.08.2015, 21:27 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock (cpa). Damit hatten die Organisatoren bei der Bezirksregierung nicht gerechnet: Der Platz auf dem Gelände der Landespolizeischule, auf dem im August eine Zeltstadt für Flüchtlinge entstehen sollte, muss erst einmal aufgegraben werden. "Es fehlt an Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen, um 1.000 Menschen dort versorgen zu können", teilte Andreas Moseke, Sprecher der Bezirksregierung in Detmold, auf Anfrage mit.

Statt wie vorgesehen Ende August, können die ersten Flüchtlinge erst im September die neue Zeltstadt beziehen. Einen genauen Termin gebe es nicht, hieß es. Zu viele Details seinen nur schwer kalkulierbar bei einem solchen Großprojekt, sagte Moseke gegenüber der Neuen Westfälischen. So müsse jetzt zunächst eine Firma gefunden werden, die mit den notwendigen Arbeiten möglichst sofort beginnen könne. Bei gefüllten Auftragsbüchern in der Sommerzeit dürfte das schwierig werden.

Die Koordinationsarbeit für das Großprojekt, die die Bezirksregierung in den nächsten Wochen leisten muss, ist eine Mammutaufgabe. Behörden, Firmen, Liegenschaftsvertreter, ehrenamtliche Helfer und hauptamtliche Betreiber müssen miteinander vernetzt werden. "Es wird sehr viele Gespräche geben", sagte Moseke.

Eine zentrale Position wird auch der Essener Sozialdienstleister European Homecare als Betreiber der Zeltstadt übernehmen, der Wach- und Sozialdienste aus einer Hand anbietet. In Detmold hat man sich bewusst dagegen entschieden, die Organisation auf mehrere, lokale Anbieter zu verteilen. Moseke erklärt den Grund: "So viele separate Verwaltungsressourcen hätten nur sehr schwer mobilisiert werden können." Das Projekt habe zu viele Facetten. Auch so gebe es noch genug Details, die schief gehen können.

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