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Auf Landesgrenze: Kirsten und Jens Worrecv auf dem Timmelsjoch. Der linke Stuhl steht in Österreich, der rechte in Italien. - © Worrech
Auf Landesgrenze: Kirsten und Jens Worrecv auf dem Timmelsjoch. Der linke Stuhl steht in Österreich, der rechte in Italien. | © Worrech

Schloß Holte-Stukenbrock Charity-Wanderer erreichen Italien

PARKOURS-ALPIN-CHARITY (3) Die letzten Etappen bis zum Ziel

Theresa Feldhans
22.07.2015 | Stand 21.07.2015, 20:57 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock. Kirsten und Jens Worrech, das Ehepaar aus Schloß Holte-Stukenbrock, das für einen guten Zweck die Alpen überquert, nähert sich dem Reiseziel. Nur noch zwei Etappen sind sie von Meran entfernt. Der Hochsommer mit Schwüle und Hitzetemperaturen um die 30 Grad erschweren die Hochalpintour der Hobbywanderer und zehrt zunehmend an ihren Kräften: "Obwohl wir uns Zeit lassen und die Umgebung genießen, merken wir, dass der Motor auf Sparflamme läuft", schreiben sie auf ihrem Internetblog. "Die letzten Tage waren ganz schön hart und es gehört eben auch zu Grenzerfahrungen, sich jeden Tag neu zu motivieren und die Etappe in Angriff zu nehmen." Nachdem die Worrechs sich in Zams zum ersten Mal den Luxus eines Zweitbettzimmers gegönnt hatten, ging es für die beiden weiter zur Braunschweiger Hütte in den Öztaler Alpen. Damit erreichten sie auf 2.759 Metern die höchste Unterkunft ihrer Tour. "Einen Euro für zwei Minuten warmes Wasser" mussten die beiden nach einer weiteren anstrengenden Wanderung für eine Dusche zahlen. Noch mal 250 Meter aufwärts ging es dann am nächsten Tag auf das Pitztaler Jöchl auf 2.996 Metern Höhe. "Lohn ist der sagenhafte Ausblick über die Pitztaler und Stubaier Alpen und die Genugtuung den höchsten Punkt geschafft zu haben." Zur willkommenen Abkühlung begegnete ihnen neben Bächen und Wasserfällen auf dem Weg nach Zwieselstein auch ein Schneefeld. Auf der sechsten Etappe von Zwieselstein nach Moos machten sich dann auch zum ersten Mal - neben der Erschöpfung - körperliche Beschwerden bemerkbar. "Die Füße müssen getaped werden", schreibt das Ehepaar im Internettagebuch. Doch das Ehepaar beißt die Zähne zusammen und nimmt auch die nächste Etappe in Angriff. Nach vielen Tagen, an denen Knödel und Spätzle auf der Speisekarte standen, konnten sie in Moos eine erste original italienische Pizza genießen. Das siebte Etappenziel hieß Pfandler Alm in Südtirol. Die Landschaft ändere sich merklich je weiter sie nach Süden kämen, schreiben Kirsten und Jens Worrech. Einen Spruch, der ihnen auf der Wanderung begegnete, "Ruhe lässt sich auch in der Bewegung finden" (Helga Schäferling), beherzigen die beiden dabei stets.

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