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Schloß Holte-Stukenbrock Reaktionen zum Serengeti-Festival-Aus

Das Holter Meeting bleibt der Stadt erhalten

Patrick Herrmann
07.07.2015 | Stand 27.07.2015, 17:13 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock. Für Überraschung sorgte die Ankündigung, dass für August das letzte Serengeti-Festival geplant ist. Die Neue Westfälische hat sich erkundigt, was das für die Stadt bedeutet. Bürgermeister Hubert Erichlandwehr sieht einen Verlust für die Stadt. "Der Bekanntheitsgrad der Stadt wurde gesteigert" durch das Festival. Besonders Gäste im Alter von 16 bis 30 Jahren seien so auf die Stadt aufmerksam geworden, erklärt Erichlandwehr. Insgesamt sei das Aus "sehr, sehr schade", sagt der Bürgermeister. Trotzdem habe er "großes Verständnis für die Entscheidung". Bei Gesprächen mit der Stadt habe Organisator Walent Cerkez schon früher Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Festival erwähnt. Erichlandwehr kündigte jedoch an, noch einmal unverbindlich und "ganz allgemein" mit Cerkez reden zu wollen. Auch den Safaripark trifft das Aus des Festivals, denn in den vergangenen Jahren, nach dem Umzug des Festivals vom Hallenbadareal auf eine große Wiese am Safaripark, wurde die Kooperation immer enger. "Für uns ist die ganze Geschichte traurig", sagt Pressesprecherin Susanna Stubbe und lobt die "klasse Zusammenarbeit". Walent Cerkez "hat tolle Arbeit geleistet", das könne man nicht so einfach auffangen. Ähnlich sehen es auch Kommunalpolitiker. Marion Herzog, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, spricht von einem "Hype" um das Festival, dessen "Organisation ganz toll" war und das eine große Lücke im Veranstaltungskalender der Stadt hinterlassen werde. Diese könne jedoch vielleicht mit mehreren kleineren Veranstaltungen geschlossen werden. Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Klaus Dirks ist ebenfalls der Meinung, dass es ein "sehr großer Verlust" eines "erheblichen Aushängeschildes" ist. Dennoch bleibe mit dem Holter Meeting ein Festival in der Stadt vertreten. So bleibt es in den nächsten Jahren auch, zumindest wenn es nach Christian Bretschneider vom Organisationsteam des Meetings geht. Das Holter Meeting am Hallenbad sei ein "Umsonst-und-draußen-Festival". Bei dieser Art von Festivals gebe es keinen Eintritt, und die Gagen der Musiker seien oft niedriger als bei großen Festivals, erklärt Bretschneider. Der Großteil der Kosten wird von Sponsoren getragen. Deswegen, erklärt Bretschneider, droht dem Holter Meeting nicht das gleiche Schicksal wie dem Serengeti-Festival. Folgen für das Holter Meeting wird das Serengeti-Aus nicht haben, prognostiziert Bretschneider. Dafür seien die Festivals zu verschieden.

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