Gedenken der sowjetischen Kriegsopfer: Oliver Nickel (l.) und Friedhelm Schäffer. Im Namen des Fördervereins der Dokumentationsstätte Stalag hatten sie einen Kranz niedergelegt. - © Foto: Yannik Ramsel
Gedenken der sowjetischen Kriegsopfer: Oliver Nickel (l.) und Friedhelm Schäffer. Im Namen des Fördervereins der Dokumentationsstätte Stalag hatten sie einen Kranz niedergelegt. | © Foto: Yannik Ramsel

Schloß Holte-Stukenbrock Tag des stillen Gedenkens auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof

Yannick Ramsel

Schloß Holte-Stukenbrock. In diesem Jahr jährt sich zum 70. Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs - Bundespräsident Joachim Gauck hatte am 6. Mai zu einer Gedenkveranstaltung den Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstoter in Stukenbrock-Senne besucht. Dort kam am Sonntag neben Vertretern der Politik zum "Tag des stillen Gedenkens" auch ein Angehöriger eines im Stalag 326 Verstorbenen. Pavel Schilin hatte es nicht weit zum Ehrenfriedhof in Stukenbrock-Senne, er kommt aus Leopoldshöhe. Einen weitaus größeren Aufwand kostete es ihn, Informationen über seinen Großvater zu finden. Der hieß Dimitri Schilin und war im Jahre 1942 als sowjetischer Kriegsgefangener im Stalag 326 in Stukenbrock-Senne gestorben. Das herauszufinden, sei aber nicht einfach gewesen, sagt Pavel Schilin. "Drei Monate intensive Internetrecherche habe ich betrieben", so Schilin. "2010 habe ich dann auf einer russischen Internetseite Erfolg gehabt.". Zu Beginn des "Tag des stillen Gedenkens" hatte Hans Schäfer, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock, an die Worte Joachim Gaucks erinnert, der den Ehrenfriedhof im Mai besucht hatte: Dies sei einer der Orte, "der uns daran erinnert, dass die Toten für die Lebenden eine Verpflichtung darstellen", so Schäfer. Man müsse sich stets für die Menschlichkeit einsetzen. Nach der Rede Schäfers machten sich die Anwesenden auf zum Obelisken-Denkmal auf dem Friedhofsgelände. Oliver Nickel und Friedhelm Schäffer legten einen Kranz im Namen des Fördervereins der Dokumentationsstätte Stalag 326 nieder. Uwe Thost und Reinhard Tölke brachten den Kranz der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock zum Obelisken. Zur Gedenkveranstaltung angereist war neben Vertretern aller Ratsfraktionen auch der Vizepräsident des Regierungsbezirks Detmold, Gernot Berghahn. Beim anschließenden Rundgang über den Friedhof besichtigte er mit allen Anwesenden die ersten Gedenktafeln mit den Namen der Opfer.

realisiert durch evolver group