Der Brunnen ist das Prachtstück des Dorfplatzes am Forellkrug. Die Neugestaltung des Platzes ist ein Wunschprojekt der Senner Bürger. Die Stadt hat es für sie umgesetzt. Bei der Bereisung der Wettbewerbsjury wurde er eingeweiht, Julia Wulf (l.) mit Mikrofon in der Hand und Tochter Marla im Tragetuch erklärte. - © FOTO: BIRGIT GUHLKE
Der Brunnen ist das Prachtstück des Dorfplatzes am Forellkrug. Die Neugestaltung des Platzes ist ein Wunschprojekt der Senner Bürger. Die Stadt hat es für sie umgesetzt. Bei der Bereisung der Wettbewerbsjury wurde er eingeweiht, Julia Wulf (l.) mit Mikrofon in der Hand und Tochter Marla im Tragetuch erklärte. | © FOTO: BIRGIT GUHLKE

SHS Der Brunnen hat Gold gebracht

Senner und Liemker sind glücklich über Erfolge beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

Von Waltraud Leskovsek

Schloß Holte-Stukenbrock. Zum dritten Mal hat Stukenbrock-Senne am Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" teilgenommen und wurde nun zum Sieger ernannt. "In der Gesamtschau aller Handlungsfelder hat Stukenbrock-Senne die Kommission überzeugt", betonte die stellvertretende Landrätin Dr. Christine Disselkamp bei der Preisverleihung am Dienstagabend in der "Guten Stube" des Historischen Rathauses in Wiedenbrück.

"Die Begeisterung für den ländlichen Raum ist die Zukunft vom morgen", sagte Günter Heidemannn von der Bezirksregierung Detmold. Heidemann ist seit mehr als 25 Jahren Kommissionsmitglied und war wieder einmal von der Vielfalt der Ideen und den Menschen begeistert, die dahinter stehen und mit ihren Projekten auf sich aufmerksam machen. "Sie haben heute alle gewonnen und stehen mit Ihren Förderantragen ganz oben auf der Dringlichkeitsliste", versicherte er.

Stukenbrock-Senne hat bei seiner diesjährigen Präsentation den neu gestalteten Dorfplatz in den Mittelpunkt gestellt. Ferner hätte der Ort sich im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes enorm weiterentwickelt. Der Gewinner ist somit für den Landeswettbewerb 2015 nominiert. Die Delegation aus Stukenbrock-Senne um Bürgermeister Hubert Erichlandwehr erhielt eine Urkunde der Landwirtschaftskammer, einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro vom Kreis und einen Gutschein von der Volksbank über ebenfalls 1.000 Euro. Das Siegerdorf setzte sich gegen die beiden Rheda-Wiedenbrücker Dörfer St. Vit und Lintel, gegen Hesselteich, Brockhagen und Liemke durch. Diese fünf Dörfer haben allesamt für ihre Überlegungen und Umsetzungen für den Erhalt und die Entwicklung ihrer Ortsteile gleichermaßen den zweiten Platz belegt. Sie erhielten jeweils für herausragende Projekte einen Sonderpreis in Höhe von 500 Euro des Kreises und weitere 1.000 Euro von der örtlichen Volksbank. In Lintel war es das Konzept ein Energiedorf zu werden, sowie das Engagement der Jugend von St. Elefant. St. Vit erhielt den Sonderpreis für das Neubaugebiet in der Mitte des Dorfes sowie für die Idee des Kulturvereines "vitART", das alte Küsterhaus zu sanieren und als Begegnungsstätte für den Ort umzugestalten. Brockhagen erhielt den Sonderpreis für den Grünstreifen im Dorf, Hesselteich für den gelungenen Umbau des Dorfplatzes und Liemke für die Frischhütte, in der Landwirte die Bürger mit regionalen Lebensmitteln versorgen.

Der Kreiswettbewerb findet alle drei Jahre statt. Ziel ist es, Anreize zu schaffen, die Zukunft verantwortlich und nachhaltig mitzugestalten und weiterzuentwickeln. Christine Disselkamp meinte in ihrer Laudatio, dass sich alle Teilnehmer aktiv der Herausforderung gestellt hätten. Ihr Dank galt der Organisatorin des Wettbewerbes vom Kreis Gütersloh, Astrid Hiemer. Günter Heidemann zeigte sich ein wenig enttäuscht darüber, dass die Teilnehmerzahl rückläufig ist. Er setzt sich im Frühjahr mit den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke zusammen, um das Konzept des Kreiswettbewerbes neu zu überdenken. "Wir müssen viel mehr so begeisterte Menschen ,wie Sie es sind, für den Wettbewerb und für die Planung der Zukunft in den Dörfern begeistern", sagte er als Schlusswort.

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