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Umgeben von Kürbissen, Sträuchern und Herbstpflanzen dirigiert Hans Joachim Senft die Sänger des Männerchors 1905 Schloß Holte bei ihrem Eröffnungslied des diesjährigen Herbstkonzertes. - © Foto: Demokrat Ramadani
Umgeben von Kürbissen, Sträuchern und Herbstpflanzen dirigiert Hans Joachim Senft die Sänger des Männerchors 1905 Schloß Holte bei ihrem Eröffnungslied des diesjährigen Herbstkonzertes. | © Foto: Demokrat Ramadani

SHS Bunter Herbststrauß der Melodien

Männerchor 1905, Schloss Akkord, Draufsänger und Pianist begeistern Jung und Alt

von Demokrat Ramadani
13.10.2014 | Stand 12.10.2014, 20:33 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock. Die einen sind Senioren in schwarzen Anzügen mit weißen Hemden und roten Krawatten und gehören zum Männerchor 1905 Schloß Holte. Die anderen sind Mittvierziger in dunklen und hellen Jeans und bunten Hemden: Die "Draufsänger" wechseln im Verlauf des Abends ihre Outfits von elegant zu lässig. Der Pianist ist in schlichtem Schwarz gekleidet. Die optische Vielfalt spiegelt sich auch in den musikalischen Darbietungen wider. Gemeinsam sind allen Beteiligten die starken Töne, die sie beim diesjährigen Herbstkonzert in der Gymnasiumsaula gesungen sowie gespielt und mit denen sie das Publikum beeindruckt haben.

Ein Blick ins Programmheft zeigt schon: Das Herbstkonzert ist seinem Stil treu geblieben. "Wir haben auch in diesem Jahr eine gute Mischung aus traditionellen Liedern und modernen Stücken zusammengestellt", sagt Hans Joachim Senft. Als Dirigent und Gesamtverantwortlicher hat er die Lieder für den Männerchor 1905 Schloß Holte, Schloss Akkord, die "Draufsänger" und den Pianisten Markus Maurer festgelegt.

Information

"Draufsänger" kommen gut an

Joachim Bodde, Benedikt Steinfeld, Uwe Winninghoff, Heiko Bunne, Martin Kleine und Marin Schneider singen schon seit 1992 zusammen, erst unter dem Namen "Bon Timbre" und dann als "Draufsänger". Ihre Bühnenshows zeichnen sich durch Stimmkraft, aber auch viele Feinheiten bei der Show aus. Besonders gut angekommen sind beim Publikum die Parodien und Persiflagen, zum Beispiel der Comedian Harmonists. "Wir freuen uns sehr, dass den Zuschauern unsere Stücke gefallen haben", sagt Benedikt Steinfeld. "Rufen Sie doch mal Anja Martin aus der Stadtverwaltung an, damit sie noch ein Konzert hier bei uns geben können", sagt eine Zuschauerin nach dem Auftritt am CD-Stand. "Das werden wir tun", versprechen sie. (demo)

"Ich wusste ja, wozu alle Beteiligten im Stande sind und auch, dass alle ein breites Repertoire haben", sagt Senft, "so dass mir die Auswahl der 32 Stücke nicht schwer gefallen ist." Neu dabei ist in diesem Jahr die sechsköpfige A-cappella-Band "Draufsänger" aus Osnabrück. Senft hat sie über seine Arbeit kennengelernt und verpflichten können, weil die "Draufsänger" neben CD-Produktionen und eigenen Auftritten gerne mit anderen Männerchören Konzerte veranstalten. "Wir wollen dadurch besonders jüngeren Leuten zeigen, dass Chorgesang unterschiedliche Facetten zu bieten hat", sagt Mitglied Uwe Winning.

Das gelingt in der Aula des Gymnasiums unzweifelhaft. Die Vielfalt wird durch die Blöcke sehr gut deutlich, zu denen jeweils drei bis vier Lieder gehören. Dazwischen spielt Pianist Markus Maurer seine Solos. Die 350 Zuschauer können somit einen bunten Strauß aus Volksliedern und klassischen Chorstücken wie "Abendfrieden" oder "Über die Heide", modernen Liedern wie "Yesterday" (Paul Mc Cartney) oder "Es war Sommer" (Peter Maffay) sowie Adaptionen von "Haus am See" (Peter Fox) oder "Lose Yourself" (Eminem) hören.

Wladislawa Müller ist fasziniert. Die 80-Jährige kommt regelmäßig zu den Konzerten und freut sich in diesem Jahr ganz besonders darüber, dass bei den traditionellen Liedern einige dabei waren, die sie als junges Mädchen selbst im Chor gesungen hat. Ihr Enkelsohn Simon hat mehr Gefallen an den aktuellen Songs gefunden. "Ich bin sehr froh, dass ich mitgekommen bin", sagt der 17-Jährige, "sonst hätte ich echt etwas verpasst." Ähnlich sieht das auch Caroline Schniedermeier. Sie ist 19 Jahre alt und besonders beeindruckt von den sechs "Draufsängern": "Ich habe bei ihren Parodien Tränen gelacht." Manuela Vormbrocks findet, dass ihr Lieblingslied "The Great Pretender" vom "Schloss Akkord" sehr gut gesungen wurde, während die 8-jährige Lea Rumina Krenske vor allem stolz auf ihren Papa ist.

Über all‘ dieses Lob zeigt sich Dirigent Hans Joachim Senft sehr erfreut. Stolz ist er vor allem auf seine beiden Chöre: "Die Herren haben heute Abend ihre Höchstleistungen abgerufen."

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