SHS Gemeinsam für den guten Eindruck

"Unser Dorf hat Zukunft": Kommission besichtigt Liemke und Stukenbrock-Senne

VON BIRGIT GUHLKE UND KRISTINE GRESSHÖNER

Julia Wulf (l.) mit Mikrofon in der Hand und Tochter Marla im Tragetuch erklärt den Kommissionsmitgliedern auf dem neuen Dorfplatz, was die Senner hier so alles auf die Beine und das Pflaster gestellt haben. Später wird der Platz noch offiziell eröffnet – das rot-weiße Band hinten zerschnitten. - © FOTO: BIRGIT GUHLKE
Julia Wulf (l.) mit Mikrofon in der Hand und Tochter Marla im Tragetuch erklärt den Kommissionsmitgliedern auf dem neuen Dorfplatz, was die Senner hier so alles auf die Beine und das Pflaster gestellt haben. Später wird der Platz noch offiziell eröffnet – das rot-weiße Band hinten zerschnitten. | © FOTO: BIRGIT GUHLKE

Schloß Holte-Stukenbrock. Das Dorf setzt Maßstäbe: Schloß Holte-Stukenbrock ist im Kreisvergleich beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" doppelt vertreten – Liemke und Stukenbrock-Senne stellen sich der Bewertungskommission. Dass SHS damit "ein Drittel" der teilnehmenden Dörfer aus dem Kreis stellt, schiebt die Mundwinkel seines obersten Repräsentanten, Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, dauerhaft nach oben. Auch weil die Bürger ihre Dörfer wichtig nehmen – und das haben sie gestern mal allen gezeigt. Inklusive Überraschung zum Schluss.

Am Vormittag ist zunächst Liemke an der Reihe. Jeder Ort hat genau 90 Minuten Zeit, um sich zu präsentieren. "Daher sind wir die Strecke testweise mehrmals mit einem Kleinbus abgefahren", sagt Günter Kerstingtombroke von der Dorfentwicklungsgruppe. Da die sechs Mitglieder der Kommission aber per Reisebus anreisen, habe man einige besonders schmale Abbiegungen gestrichen, so Manfred Vorderbrüggen.

Bei strahlendem Sonnenschein ging der Plan der Liemker perfekt auf. Pünktlich um 11 Uhr stellen sich Kinder und Erzieherinnen an der St.-Michael-Straße auf und singen zur Begrüßung. Anwohnerinnen des Fichtenbrinks stehen wenige Meter weiter – mit Kinderwagen und Kleinkindern als Botschafterinnen für "junges Wohnen", just in dem Moment, als Vorderbrüggen eben dieses anpreist.

Es klappt wie am Schnürchen, die Zeit läuft. Weiter geht es mit dem Bus über Kaunitzer und Liemker Straße, vorbei an den Spalier stehenden Maschinen des Lohnunternehmers Rodenbeckenschnieder hin zu den Schützen, die sich ebenfalls in einer Reihe aufgestellt haben. Carina Brüggemeier berichtet derweil per Mikrofon im Bus, dass der SCW 32 Trainer und zehn Jugendmannschaften habe. Michael Blumenthal, Brudermeister der Schützen, erwähnt, dass beim Schießtraining dienstags mehr als 30 junge Leute mitmachen.

Nun verlassen Kommission und Liemker den Bus, und Bürgermeister Hubert Erichlandwehr schreitet schmunzelnd die Reihe der Uniformträger ab. Vier Minuten sind für Margret Fromme-Ruthmann, Geschäftsführerin des Froli-Kunststoffwerks, und drei ihrer Auszubildenden reserviert. Sie stellen sich vor, dann steigt die Gruppe wieder in den Bus. "Der Winkelweg ist die schönste Allee, daher schweige ich jetzt kurz", sagt Markus Fleiter ins Mikrofon.
Ruhig, ohne Hektik, spulen alle Beteiligten ihr Programm ab. Über Schlingweg und Kattenheide führt die Fahrt, vorbei an winkenden Schäferhundzüchtern und ihren aufgeregten Vierbeinern sowie den Jagdhornbläsern aus Liemke und Stukenbrock-Senne. Ingrid Henrichs kündigt Liemkes "erste Milchbar" an, wo der Bus dann auch stoppt. An der Frischetankstelle stehen 15 "Holter Frauen" mit Wurstbroten bereit. "Wir haben 60 Scheiben Brot mit Zungen-, Mett- und Leberwurst belegt", sagt Christel Pieper. Sandra Schätti und Jörg Dreischalück erklären die Technik der Milch-Zapfanlage, während Kommissionsmitglied Günter Heidemann genießerisch ins Brot beißt.

Copyright © Neue Westfälische 2019
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group