Jochen Gürtler (l.) gibt das Amt des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden an Marion Herzog (4. v. l.). Dem Vorstand gehören außerdem Kassierer Uwe Siek (2. v. l.), Schriftführer Simon Brück (3. v. l.), Beisitzerin Uschi Mickley-Kluge (3. v. r.) und Beisitzer Manfred Herzog (r.) an. - © FOTO: KARIN PRIGNITZ
Jochen Gürtler (l.) gibt das Amt des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden an Marion Herzog (4. v. l.). Dem Vorstand gehören außerdem Kassierer Uwe Siek (2. v. l.), Schriftführer Simon Brück (3. v. l.), Beisitzerin Uschi Mickley-Kluge (3. v. r.) und Beisitzer Manfred Herzog (r.) an. | © FOTO: KARIN PRIGNITZ

SHS SPD mit neuem Führungs-Duo

Marion Herzog ist neue SPD-Ortsvereinsvorsitzende, Metin Eser ihr Stellvertreter

Von Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock. Ein Mann, viele Ämter. Eins davon hat Jochen Gürtler jetzt abgegeben. "Wegen meiner vielen Jobs hat es berechtigte Kritik gegeben", räumte Gürtler ein. Als Ortsvereins-Vorsitzender der SPD sei für ihn deshalb Schluss. "Ich kandidiere nicht mehr." Auch für keinen anderen Posten im Vorstand. Wohl aber werde er in seiner Funktion als Fraktionsvorsitzender beratend zur Verfügung stehen.                                                                                                                 
Jochen Gürtler wird außerdem im Kreistag vertreten sein und den Vorsitz des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt fortführen. Ein Ehrenamt, das viel Zeit und Kraft koste, "das aber auch sehr viel Spaß macht".

Mit 17 Ja- und drei Nein-Stimmen wurde die bisherige Stellvertreterin Marion Herzog zur neuen  Ortsvereins-Vorsitzenden gewählt. Die 52-jährige Sachbearbeiterin und dreifache Mutter hat mit der Selbsthilfegruppe "Anders" für Menschen mit Beeinträchtigungen, die sie gemeinsam mit Klaus Engels gegründet hat, dem Wohnraumprojekt für Menschen mit Beeinträchtigungen und dem stellvertretenden Vorsitz des AWO-Ortsvereins zwar auch einiges an Engagement zu bewältigen. Sie betonte aber: "Ich kann das sehr gut unter einen Hut bringen."

Eng aneinander kuscheln mussten sich die 21 stimmberechtigten Mitglieder im Gasthof "Zur Post" am Abend vor der Weiberfastnacht auf engstem Raum. Kein sehr glücklich gewählter Termin und Ort, das räumte Gürtler ein, "aber so können wir sozialdemokratische Wärme spüren". Gürtler hatte zuvor auf ein ereignisreiches Jahr zurückgeblickt. "Ihr hättet sicher nicht gedacht, dass wir jetzt eine Gesamtschule bekommen." Der scheidende Vorsitzende hob in seinem Bericht aus dem Rat außerdem die dauerhafte Förderung der Stalag-Dokumentationsstätte hervor. Auch andere sozialdemokratische Ziele hätten Eingang gefunden, nannte Gürtler etwa die Einrichtung des Postens des Integrationsbeauftragten, Gerkens Hof und die Stadtwerke. Kritik übte Gürtler im Kreistagsbericht an Landrat Sven-Georg Adenauer. Mit der Klage gegen eine Gesamtschule in Halle wolle er "der Stadt einen mitgeben". Für "moralisch nicht gerechtfertigt" hält Gürtler, dass Adenauer seine Nebeneinkünfte in Höhe von 41.000 Euro behalte. "Die Gütersloher Bürgermeisterin Maria Unger gibt ihre 15.000 Euro komplett an die Stadt ab. Auch Hubert Erichlandwehr hält das so." 

Friedel Dransfeld berichtete über die Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft 60 plus. Gut angenommen werde der Politklön im Schlosskrug. Dransfeld kündigte für den 12. März eine Führung durch den Recyclinghof in Ennigerloh an.

Simon C. Brück, der gemeinsam mit Jan Hendrik Gräfe in der Juso-AG aktiv ist, berichtete, wie schwierig es ist, "mit zwei Personen etwas auf die Beine zu stellen". Deshalb kooperiere man bereits mit anderen Juso-AGs.

Marion Herzog kündigte an, dass es am 18. Mai ein Jazzfrühstück im Schlosskrug geben wird. "Und auch das Kinderfest findet wieder statt."

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