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SHS Im Stalag geht’s um Fußball

Jahresprogramm der Dokumentationsstätte in Stukenbrock-Senne

07.02.2014 | Stand 06.02.2014, 20:53 Uhr
Ole Wolff vom Fan-Projekt Bielefeld. - © FOTO: SARAH JONEK
Ole Wolff vom Fan-Projekt Bielefeld. | © FOTO: SARAH JONEK

Schloß Holte-Stukenbrock (big). Beim Thema Fußball denken die meisten vermutlich an Tore, ihren Lieblingsverein oder lustige Begebenheiten auf dem Rasen oder der Tribüne. Vielleicht auch noch an knifflige Entscheidungen, Schiedsrichterschelte oder Tränen wegen eines in jedem Falle vermeidbaren Abstiegs. Der Förderverein der Dokumentationsstätte Stalag 326 beleuchtet bei einer Veranstaltung im Juni eine andere Seite: Fußball und Rechtsextremismus. Auszüge aus dem Jahresprogramm stellt die Neue Westfälische bereits vor dem offiziellen Erscheinen der Broschüre vor.

Als Experten für Rechtsextremismus im Fußballstadion klären Jörg Weltzer und Ole Wolff über Stereotypen, Verhaltensmuster und Strukturen über die Neonaziszene im Stadion auf. Ole Wolff ist hauptamtlicher Mitarbeiter des Fan-Projekts Bielefeld. Dieses Fan-Projekt war während einer Zeit gestartet, Mitte der 1980er Jahre, als Bielefeld "überregional als  Synonym für rechtsradikale Fußballfans (Hooligan- und Skinheadgruppe Ostwestfalenterror)" galt, wie es auf der Homepage des Fan-Projekts heißt. Zwischen 1984 und 1986 habe es demnach dieses erste Fanprojekt gegeben, "das weithin beachtet war, weil Professor Wilhelm Heitmeyer – mittlerweile einer der bekanntesten Rechtsextremismusforscher der Republik – und Ingo Peter die Arbeit in einer wissenschaftlichen Studie (Jugendliche Fußballfans – Soziale und politische Orientierungen, Gesellungsformen, Gewalt) dokumentierten, die noch immer zur Basisliteratur an den pädagogischen Hochschulen gehört."

Ole Wolff und Jörg Weltzer möchten gesicherte Informationen weitergeben, auch um mit pauschalisierenden und teils ungenauen Kenntnissen aufzuräumen. Der Vortrag "Fußball und Rechtsextremismus" beginnt am Mittwoch, 11. Juni, um 18.30 Uhr in der Dokumentationsstätte Stalag 326 am Lippstädter Weg. Der Eintritt ist frei.

Um das Privatleben Heinrich Himmlers, Reichsführer der SS während des Dritten Reiches, geht es bei der ersten Veranstaltung des Jahres: Markus Moors referiert über "Himmlers Taschenkalender" am Mittwoch, 12. Februar, ab 19.30 Uhr. In der Ankündigung für den Vortrag heißt es: "Fast immer trug Himmler seinen Kalender im Jahre 1940 mit sich herum. Falls er ihn einmal mitzunehmen vergaß, füllte er fast immer fehlende Seiten nachträglich aus. Allerdings nicht immer ganz zutreffend."

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