SPD-Landratskandidatin Elvan Korkmaz (4.v.l.) mit den Wahlkreisvertetern Marion Herzog, Simon Brück, Uwe Siek, Aloys Hasken, Bodo Sachse, Alfons Wickermeier, Jochen Gürtler, Bruno Schmidt, Robert Wieczorek und Metin Eser (v.l.). - © Foto: Karin Prignitz
SPD-Landratskandidatin Elvan Korkmaz (4.v.l.) mit den Wahlkreisvertetern Marion Herzog, Simon Brück, Uwe Siek, Aloys Hasken, Bodo Sachse, Alfons Wickermeier, Jochen Gürtler, Bruno Schmidt, Robert Wieczorek und Metin Eser (v.l.). | © Foto: Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock SPD verzichtet auf Kandidatur um Bürgermeisteramt

Erichlandwehrs Bewerbung wird toleriert

Schloß Holte-Stukenbrock (kap). In den kommenden Wochen will der SPD-Vorstand am Programm für die Kommunalwahl im Mai feilen. "Verkehr, und vor allem die Taktung der Bahn werden ein großes Thema sein", kündigte Jochen Gürtler bei der Mitgliederversammlung im "Schloßkrug" an. Der Vorsitzende steht auf Platz 1 der Reserveliste.

Bis zur Position 5 hatte die Liste bei der Wahl vor fünf Jahren für die SPD gezogen. Jochen Gürtler gab sich kämpferisch: "Diesmal wollen wir mehr, und das werden wir auch schaffen. Wir haben das Potential, mindestens zwei Mandate mehr zu bekommen." Entsprechend umkämpft waren die Listenplätze 6 und 7. Gleich drei Kandidaten beanspruchten den Platz 6 für sich.

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Als Wahlkreiskandidaten für die Kommunalwahl wurden nominiert: Heinz-Wilhelm Tzschentke (WK 1), Marion Herzog (WK 2), Bruno Schmidt (WK 3 ), Bodo Sachse (WK 4), Astrid Weidinger (WK 5 ), Beate Dietze (WK 6), Metin Eser (WK 7), Jochen Gürtler (WK 8), Aloys Hasken (WK 9), Robert Wieczorek (WK 10), Manfred Herzog (WK 11), Dr. Michael Höppner (WK 12), Simon Brück (WK 13), Uwe Siek (WK 14), Alfons Wickermeier (WK 15), Sascha Herzog (WK 16). (kap

Nach einer Kampfabstimmung erhielt Metin Eser (Integrationsbeauftragter) den Vorzug vor Gymnasiast Simon Brück (18) und Manfred Herzog. Brück wiederum setzte sich gegen Manfred Herzog durch und steht nun auf Listenplatz 7. Manfred Herzog blieb, wie vorgeschlagen, auf Listenplatz 11.

Die weiteren Listenplätze: Marion Herzog (2), Heinz-Wilhelm Tzschentke (3), Bruno Schmidt (4), Aloys Hasken (5), Uwe Siek (8), Bodo Sachse (9), Christiane Katzer (10), Beate Dietze (12), Sascha Herzog (13), Robert Wieczorek (14), Alfons Wickermeier (15) und Astrid Weidinger (16).

"Den Nebel lichten" wollte Gürtler am Samstagmorgen noch in einer anderen kommunalpolitischen Frage. Ohne Umschweife gab er bekannt: "Wir werden keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufstellen", denn Chancen zu gewinnen, habe "exakt einer", und das sei Hubert Erichlandwehr. "Er wird’s doch eh. Wir tolerieren seine Kandidatur."

Gegenkandidatur nur wegen der Aufmerksamkeit, "so wie die Freien Wähler"? Nein, das wolle die SPD nicht. Bei den vergangenen drei Wahlen hatte es Niederlagen gegeben. "Wir wollen uns deshalb darauf konzentrieren, mehr Ratsmitglieder zu bekommen, die Stimme zu erheben und soziale Gerechtigkeit einzufordern."

Eines aber stellte Gürtler auch klar: "Wir wollen nicht nur kuscheln mit Hubert." Beim Thema "Stalag 326" aber werde man "stark konsensual" handeln. Punkten will die SPD im Wahlkampf vor allem mit sozialen Themen. "Außerdem werden wir den Prozess der Einführung der Gesamtschule begleiten." Gleich zu Beginn hatte der Vorsitzende betont, dass es wichtig sei, den Blick auch auf die Europawahl zu lenken und auf die Ebene des Kreises.

Dort tritt die junge SPD-Frau Elvan Korkmaz als Landrats-Kandidatin der SPD gegen Sven-Georg Adenauer an. Im Schloßkrug stellte sich die 28-Jährige vor. "Ich bin jung und möchte frischen Wind reinbringen." Vor allem aber mehr Transparenz. "Der Kreis muss die Rolle als Gemeindeverband endlich wahrnehmen und die regionalen Stärken herausstellen." Mit einer Gesamtstrategie könne "sehr viel gelingen".
Auf kommunaler Ebene kündigte Jochen Gürtler an, dass es für ihn die letzte Legislaturperiode sein werde. "Danach muss endgültig eine radikale Verjüngung kommen."

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