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Jimmy und Meike Kelly feiern in der Rietberger Cultura das Abschlussfestival ihrer Tour "Viva la Street". - © FOTO: BIRGIT VREDENBURG
Jimmy und Meike Kelly feiern in der Rietberger Cultura das Abschlussfestival ihrer Tour "Viva la Street". | © FOTO: BIRGIT VREDENBURG

Rietberg Straßenmusiker "einfach genial"

Für Fans ein Hochgenuss: Jimmy Kelly präsentiert in der Cultura "The Street Festival"

03.12.2013 | Stand 01.12.2013, 20:30 Uhr

Rietberg (bvb). "Dieses Orchester wurde an dem Tag gegründet, als ich zum ersten Mal in Aachen auf der Straße gespielt habe und die Violinistin Bärbel Ehlert auf mich zukam und meinte, dies sei ihr Platz", erinnert sich Jimmy Kelly, siebter Spross der legendären Kelly-Family, an seinen Neuanfang als Straßenmusiker vor sechs Jahren. Inzwischen besteht das "Street Orchestra" aus acht Vollblutmusikern.

Nach gemeinsamen Auftritten in kleinen intimen Clubs feierten Jimmy Kelly und sein "Street Orchestra" jetzt gemeinsam mit rund 300 begeisterten Fans im Rietberger Rundtheater ein gut viereinhalbstündiges Abschlussfestival ihrer gemeinsamen Tour. Die ersten zwei Stunden gehörten mehreren befreundeten Straßenmusikern und Künstlern, wie den Drehorgel-Virtuosen Ellen und Peter Ziebell aus Oer-Erkenschwick, dem vollkommen zu Recht bejubelten Schweizer "Improkomiker" This Maag und einer Gruppe exzellenter osteuropäischer Musiker aus Duisburg, die das Rundtheater mit lebendig-feuriger, folkloristisch geprägter Musik anheizten. Von Anfang an begeistert, ließ sich das vorwiegend jüngere Publikum gern auf das kontrastreiche Programm ein.

Jimmy Kelly gab sich "ganz erstaunt, dass alle so gut mitmachen und mit uns das Stück Lebensglück teilen, das wir durch unsere Musik erleben". Werde diese Musik aber auf der Straße gespielt, "laufen wir häufig achtlos daran vorbei, obwohl viele Straßenmusiker einfach genial sind". Einzig mit dem Song "Sometimes I wish I were an Angel" – an der Drehorgel begleitet und von den Fans lauthals und textsicher mitgesungen – erinnerte der 42-Jährige an seine musikalischen Wurzeln.

Mit mystischen Klängen eröffnete Silke Büscherhoff, Meisterin an Marimbaphon und Schlagzeug, das eigentliche Konzert. Vorsichtig griffen Jimmy (Gesang, Gitarre, Akkordeon und Flöte), seine Frau Meike (Gesang, Akkordeon und Mandoline), Cousin Michael (diverse Saiteninstrumente), "Teufelsgeigerin" Bärbel Ehlert sowie die Instrumentalisten an Schlagzeug, Geige, Kontrabass und Tuba nach und nach in das musikalische Geschehen, das in einen flotten französischen Chanson mündete, ein. Die Stimmung in der Cultura glich der einer urigen Hafenkneipe an der Westküste Frankreichs. Irische Pub-Atmosphäre gab es reichlich obendrauf.

Was die zumeist weibliche Zuhörerschar erlebte – und das auf höchstem Niveau – war ein bunter Mix temporeicher irischer Folkmusik, amerikanischem Bluegrass und emotionaler Balladen wie "The long black veil".

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