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Mit der „Voodoo Lounge" hat sich eines der bekanntesten Stones-Tributes angemeldet. - © Klaus Manns
Mit der „Voodoo Lounge" hat sich eines der bekanntesten Stones-Tributes angemeldet. | © Klaus Manns

Rietberg 500 Menschen kaufen Tickets, aber wissen gar nicht für welche Bands

Das Cultura-Rockfestival 2020 ist nach drei Tagen ausverkauft. Noch während der letzten Show sichern sich über Hunderte Fans ein Ticket. Dabei standen die Künstler noch gar nicht fest.

Birgit Vredenburg
29.11.2019 | Stand 29.11.2019, 11:21 Uhr

Rietberg. 35 Veranstaltungen, 17.200 begeisterte Besucher und ein betrieblicher Gewinn in Höhe von 24.096 Euro: Kulturig-Chef Johannes Wiethoff zieht für die Spielzeit 2019/20 eine rundum positive Bilanz. „Erfreulich ist auch der Zuwachs um 15 auf jetzt 285 Mitglieder in den letzten zwölf Monaten sowie ein Anstieg der Abonnenten von 95 auf 117 in den vergangenen zwei Jahren”, gab Wiethoff in der Mitgliederversammlung bekannt. Zu einem herausragenden Event im bunten und vielfältigen Veranstaltungspaket hat sich das Cultura-Rockfestival gemausert. Nur drei Tage nach der letzten heißen Rocknacht vor wenigen Wochen war die siebte Ausgabe, die am zweiten Novemberwochenende 2020 über die Bühne geht, bereits ausverkauft. Dabei waren die auftretenden Bands zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht bekannt. Dennoch griffen über 500 Fans zum „Early-Bird-Ticket" und sicherten sich so den Eintritt für die nächste Show. "Dieses Phänomen kennen wir eigentlich nur von Wacken" Und sie werden nicht enttäuscht, denn mit „Voodoo Lounge” hat sich eines der bekanntesten Rolling-Stones-Tributes angemeldet. Ebenso rockig wird es mit den „Bryan Adams-Tributes” aus Dänemark. Einen extravaganten Kontrapunkt setzt das Mademoiselle-Orchestra aus Frankreich. Die schrägen Damen liefern eine skurrile und mitreißende Bühnenperformance zwischen Rock, Blues, Jazz und Blasmusik. „Wir sind von diesem sensationellen Besucherinteresse überwältigt”, bedanken sich Wiethoff und Mitorganisator Michael Beckhoff für das entgegengebrachte Vertrauen. „Ich glaube in dieser Region gibt es keine Veranstaltung, mit einer solchen Nachfrage. Dieses Phänomen kennen wir eigentlich nur von Wacken”, freut sich Beckhoff. Gibt's ein Erfolgsgeheimnis? Das Erfolgsgeheimnis des Festivals sieht er in dem einzigartigen Mehrwert, von dem nicht nur das Publikum, sondern auch die auftretenden Künstler profitieren: „Die Nähe, die üppige Licht- und Tontechnik und nicht zuletzt die Zusammenstellung der Bands mit ihrer einmaligen Auswahl an Musikstücken, haben das Cultura-Rockfestival zu einem Besuchermagnet und Ereignis gemacht, dass man so sonst nirgendwo erleben kann.” Abgerundet werde das Gesamtpaket von der Herzlichkeit des kulturig-Teams, den humanen Preisen, dem begeisterungsfähigen Publikum und von der Möglichkeit, während des Konzertes an die Theke zu gehen. „Das gibt es bei keiner anderen Veranstaltung”, weiß Beckhoff und versichert: „Solange ich dabei bin, denke ich nicht daran, diesen einzigartigen Veranstaltungsort zu wechseln.” Nicht nur von den Gästen, auch von vielen Künstlern bekomme er das Feedback, dass alle Erwartungen übertroffen worden seien. Schon jetzt stehen 300 Leute auf der Warteliste Schon jetzt stehen 300 Interessenten auf einer Warteliste für das Cultura-Rockfestival 2020. Wenn die Nachfrage weiter anhält und bis Weihnachten auf 500 steigt, „könnte man überlegen, einen zweiten Abend anzubieten”, so Beckhoff. Vorausgesetzt, die Bands ziehen mit. Bedacht werden müsse auch, dass das Rockfestival für die Ehrenamtler des kulturig-Teams die größte und zeitintensivste Veranstaltung sei. Auch mit ihnen müsse abgeklärt werden, ob sie dafür ein weiteres Mal zur Verfügung stehen. Im weiteren Verlauf der Mitgliederversammlung wurden Vize-Vorsitzender Eugen Fincke und die Beisitzer Frank Eisermann und Beate Niermann für weitere fünf Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Fincke kündigte an, dass dies seine letzte Amtszeit sein wird.

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