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Planung: Der Radweg soll entlang der Berkenheide am Vereinsheim des Sportvereins Westerwiehe verlaufen. - © Birgit Vredenburg
Planung: Der Radweg soll entlang der Berkenheide am Vereinsheim des Sportvereins Westerwiehe verlaufen. | © Birgit Vredenburg

Rietberg Rietberger Radweg: So geht es mit den Bäumen weiter

Bei der Planung des neuen Radweges hieß es, dass etliche Bäumen und Sträucher entfernt werden müssten. In der Bevölkerung äußerte sich deutlicher Protest gegen die Maßnahme. Jetzt kommt Klarheit seitens der Verwaltung.

Birgit Vredenburg
14.09.2019 | Stand 13.09.2019, 17:15 Uhr

Rietberg (bvb). Am 9. August hat die NW darüber berichtet, dass der Rat der Stadt Rietberg außerplanmäßig 220.000 Euro für die Planung und den Bau eines neuen Radwegs entlang der Berkenheide im Ortsteil Westerwiehe bereitgestellt hat. Die Mitteilung aus dem Rathaus, dass für die Realisierung der Trasse zahlreiche Büsche und rund hundert Bäume gerodet werden müssen, hat bei vielen Bürgern Unverständnis ausgelöst. Heinz Isenbort, Vorsitzender des Bau-, Planungs- und Verkehrsausschusses, widerspricht jetzt dem entstandenen Eindruck, die Politik würde sich leichtfertig von Bäumen trennen. Der Beschluss bedeute nicht Bäume oder Radweg, sondern Bäume und Radweg. „Die in Rede stehenden Bäume, die für den Fahrradweg weichen sollen, sind deutlich zu hoch angesetzt worden", moniert Isenbort. Eine Bestandsaufnahme an Ort und Stelle habe ergeben, dass sich auf dem Grünstreifen insgesamt 60 Bäume befänden, von denen der Großteil stehenbleiben könne, da sie entlang eines Grabens stünden und für den Radweg nicht angetastet werden müssten. Für die Anlage des 3,25 Meter breiten kombinierten Rad- und Gehweges stünde ein sechs bis 7 Meter breiter Streifen zur Verfügung. Ersatzpflanzungen von Bäumen Dem Planer sei zudem die Auflage gemacht worden, möglichst viele Bäume zu erhalten. Im Bereich des Vereinsheims des Musikvereins seien ausschließlich Sträucher vorhanden, die nur entlang der Straße für diese Baumaßnahme weichen müssten. Als gemeinsam mit den Vereinen und der Verwaltung geplante Ausgleichsmaßnahme solle entlang des Radwegs unter anderem eine Baumallee gepflanzt werden, die immerhin circa zwei Drittel der Strecke ausmache. „Darüber hinaus planen auch die Vereine weitere Ersatzanpflanzungen von Bäumen", stellt Isenbort klar. Für ihn persönlich stehe die Sicherheit der Kinder, Radfahrer und aller Verkehrsteilnehmer an erster Stelle, selbst wenn dafür einzelne Bäume für die Baumaßnahme entfernt werden müssten. Alle Beteiligten hätten sich von Anfang an dafür ausgesprochen, weitere Anpflanzungen direkt mit dieser Baumaßnahme zu realisieren. Isenbort: „Ich gehe davon aus, dass nach Abschluss dieser Maßnahme deutlich mehr Bäume entlang dieses Radwegs stehen als derzeitig vorhanden – nicht zuletzt auch zum Schutz des Klimas".

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