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Ausgelassene Stimmung auf der Rathausstraße. - © Birgit Vredenburg
Ausgelassene Stimmung auf der Rathausstraße. | © Birgit Vredenburg

Rietberg Umsonst und draußen: Tausende Besucher feiern beim beliebten Festival

Nach einem Jahr Pause meldet sich das früher Kneipenfestival „Hänky-Pänky“ als Live-Music-Festival grandios zurück. Das neue Konzept kommt gut an.

Birgit Vredenburg
08.09.2019 | Stand 08.09.2019, 13:32 Uhr

Rietberg. Fünf erstklassige Bands, tausende begeisterte Besucher, die Rathausstraße im Partymodus: nach einem Jahr Pause meldet sich das Rietberger „Hänky-Pänky" mit neuem Konzept grandios zurück. Tausende bestens aufgelegte Nachtschwärmer feiern diesmal nicht in den Kneipen, sondern „umsonst und draußen" unter freiem Himmel ordentlich ab. Die Idee, das Live-Music-Festival raus aus den oft proppevollen Kneipen, direkt auf die Straße zu holen, erweist sich als Glücksgriff. Räumlich nicht mehr eingeschränkt, nutzt so manches Pärchen die Gelegenheit, vor den fünf Bühnen zwischen Nord- und Südtor kräftig das Tanzbein zu schwingen. Andere schauen mit leuchtenden Augen zu oder halten als Zeichen der Freude Wunderkerzen in die Luft. Stadt hat die Organisation übernommen Man trifft sich, unterhält sich und schlendert gemütlich von einer Musikstation zur nächsten. Die Stimmung könnte besser nicht sein. Vor den Getränke- und Imbissständen e bilden sich immer neue Menschentrauben, die Biergärten sind heiß begehrt und auch in den Kneipen tummeln sich zahlreiche Gäste. Lediglich das „1643" ist nur für eine geschlossene Gesellschaft geöffnet. Im Absprache mit der Wirtegemeinschaft, die das 2003 als Kneipenfestival aus der Taufe gehobene „Hänky-Pänky" bislang auf die Beine gestellt hat, zuletzt aber rote Zahlen schrieb, hat jetzt die Stadt die Organisation des Events übernommen. Nicht zuletzt mit Blick auf die Attraktivitätssteigerung und Belebung des Stadtkerns bewilligte der Stadtrat hierfür im Frühjahr außerplanmäßig 6.000 Euro. Open Air in der Altstadt „Wir haben den Schwerpunkt ein bisschen auf Mainstream-Rock gesetzt", sagt Johannes Wiethoff von der städtischen Abteilung für Stadtmarketing. Beim Partyvolk kommt diese Mischung bestens an. Unweit der Emsbrücke am Nordtor setzt die Lippstädter Formation „Sonic Turf" mit Rock-Cover-Songs von Manfred Manns Earth-Band über Dire Straits bis hin zu Pink Floyd druckvolle und ausdrucksstarke Akzente. Freunde der amerikanischen Country-Music kommen bei „The Lost Fiddler" voll auf ihre Kosten. Die sechsköpfige Gruppe aus Gütersloh begeistert mit Eigenkompositionen und bekannten Songs von Garth Brooks, Alan Jackson oder Johnny Cash. Ein paar Meter weiter, vor dem Café Münte, serviert die Rietberger Band „Flow" handgemachte Klassiker querbeet durch die Jahrzehnte von ACDC und Led Zeppelin über Bruno Mars bis Adele. Dreimal waren die Vollblutmusiker im Rahmen des Kneipenfestivals bereits im „Alten Grafen" zu Gast und fühlen sich auch Open Air in der Altstadt pudelwohl. Oldies und Schlager der 1950er Schräg gegenüber, vor der Kirche, legen „The Rocketeers" aus dem Ruhrpott mit Kontrabass, Schlagzeug, Gitarren und mehrstimmigem Gesang eine kesse Sohle aufs Parkett und heizen dem Partyvolk mit Oldies und Schlagern der 1950er und 60er Jahre ordentlich ein. Musikalisch in Band gerät auch das südliche Ende der Partymeile. Bis Mitternacht befeuert die Coverband „G.G.O." aus Hamm das muntere Treiben in Höhe der Gaststätte „Tenne" mit kraftvollem Rock ohne Schnörkel.

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