Konzert von Wincent Weiss in Rietberg, Volksbank-Arena - © Gabriele Grund
Konzert von Wincent Weiss in Rietberg, Volksbank-Arena | © Gabriele Grund

Rietberg Wincent Weiss klettert während Konzert aufs Bühnendach

Open-Air-Konzert: Teenie-Star Wincent Weiss bietet seinen Fans glücksüberströmende Musik, die aus dem Herzen kommt – und der Kreischalarm ist ihm gewiss

Guitano Darhoven

Rietberg. Ein echtes „Feuerwerk" hat der 25-jährige Newcomer Wincent Weiss in der Volksbank-Arena im Rahmen seiner Tour unter dem Motto „Irgendwas gegen die Stille" entfacht. 2.000 Fans, überwiegend weiblich zwischen 14 und 25 Jahren inklusive Eltern-Begleitung, waren völlig aus dem Häuschen. Nicht verwunderlich, denn Wincent Weiss präsentierte mit einer grandiosen Band, mächtigen Feuerfontänen, weißen Riesenluftballons und Streifenkonfetti, kollektiven Gesängen, ganz viel Körperkontakt mit seinen Fans und natürlich jeder Menge Songs rund um Liebe, Leben und Herzschmerz den ganz großen Konzerterlebnis-Besteckkasten und sorgte mit dem seit sechs Monaten ausverkauften Open-Air-Konzert in der Volksbank-Arena für einen beeindruckenden Abend. Für Wincent Weiss war es der zweite Auftritt in Rietberg. Erst im Februar sang er vor 850 Besuchern in der Cultura. Ehemaliger Kandidat bei Castingshow DSDS „Da müsste Musik sein, überall wo du bist!": Mit diesem Song hat Wincent Weiss eines der schönsten Liebeslieder des Vorjahres präsentiert. Auch in der Volksbank-Arena fehlt dieser Song natürlich nicht. Bevor es so weit war, sorgten zunächst der Sänger und Songschreiber Körner mit seiner Band für die passende Einstimmung. Souverän schaffte Körner es, die Zuhörer durch seine meist sinnlichen Lieder zu berühren, bewies aber mit „Wir lieben den Frieden" auch einen gelungenen Ausflug in einen sozialkritischen Themenbereich. Und dann war es soweit. Von einer riesigen Welle enthemmten Schrei- und Kreischjubels empfangen, betrat Wincent Weiss die Bühne. Mit seinem anderthalbstündigen Gesangsrepertoire ließ der Sänger es ordentlich krachen. Weiss klettert aufs Bühnendach Im Sturm eroberte der ehemalige Kandidat von „Deutschland sucht den Superstar" (2013) nicht nur die Herzen aller weiblichen Fans – er kraxelte auch auf das Bühnendach, um von der Balustrade der Tribüne zu singen, während unter ihm ein Meer von Handylichtern den Platz erhellte und sich seine jungen Fans vor lauter Verzückung mal wieder die Lungen aus dem Hals schrien. Zwischen „Ey da müsste Musik sein", „Frische Luft", Betonherz", „Regenbogen", Weck mich nicht auf", „365 Tage", „Ein Jahr" und seinem neusten Werk „An Wunder" fehlte natürlich auch „Feuerwerk" nicht. Und das gab es nicht nur gesanglich, sondern auch von feuerspeienden Fontänen am Bühnenrand. Wincent Weiss beschert ein temporeiches Konzert. Er ist stetig in Bewegung, geht immer wieder mit seinen Fans auf Tuchfühlung, indem er die Bühne verlässt, um ein Bad in der Menge zu nehmen. Er bedankt sich bei allen Fans, die noch Tickets und Musik kaufen und die „damit all das möglich machen, was wir das ganze Jahr erleben dürfen. Vielen Dank, dass wir den Traum leben dürfen, den wir gerade erleben." Unzählige Geschenke für den Teenie-Star Ganz nebenbei nimmt Wincent Weiss unzählige Geschenke entgegen und strahlt wie ein Honigkuchenpferd. Er genießt den Zuspruch seiner Fans, von denen sich mehr als 30 junge Mädchen bereits morgens um 6 Uhr vor dem Eingang der Volksbank-Arena postiert haben, um ihrem Idol am Abend garantiert ganz nahe zu sein. „Nicht klatschen, nicht schreien, nur schnipsen – und das so laut, wie es geht", fordert der Sänger den mit einer Bass-Line eingeleiteten Song „Gegenteil von Traurigkeit" erfolgreich ein. Mit einem gelungen Cover-Medley deutscher Songs und einem spontanen „Happy Birthday" für Nadine steigert Wincent Weiss auf nette Art und Weise seine eh schon hohen Sympathiepunkte. Und das nicht nur bei den jungen Fans, sondern auch bei den Eltern. "Wir finden ihn total niedlich" „Wir beide sind heute hier, weil wir Wincent Weiss als Menschen sympathisch finden. Manche Sänger sind nach ersten Erfolgen ja schnell abgehoben, aber Wincent kommt sehr bodenständig rüber", schwärmt Joline (20) aus Verl, die mit ihrer kleinen Schwester Joya (11) das Konzert besucht hat. Ronja (16) und Melissa (19) aus Dortmund wünschen sich zwar kein Kind von dem Sänger – doch eine Beziehung wäre „schon der Knaller". Sina (18), Marlies (16) und Anja (21) haben sich gar aus Hamburg auf den Weg nach Rietberg gemacht. „Wir finden ihn total niedlich, aber auch als Sänger echt spitze. Wincent wird seinen Weg in der Musikbranche machen, und vielleicht werden wir ja mal mit ihm in Hamburg eine steile Privatparty feiern."

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