Rietberg Heimische Wirtschaft zeigt ihre Vielfalt

77 Unternehmen präsentieren sich auf dem Rietberger Schützenplatz

Birgit Vredenburg

Rietberg. 800 Betriebe mit rund 13.000 Mitarbeitern gibt es zurzeit im Stadtgebiet. Einen bunten Ausschnitt aus allen Branchen haben 77 Aussteller im Rahmen der vierten Rietberger Wirtschaftsschau präsentiert. "Man kann schon sagen, dass der Wirtschaftsmotor in Rietberg brummt", sagt Bürgermeister Andreas Sunder, der die Schau offiziell eröffnet und zu einem ersten Rundgang einlädt. Den Firmen dankt er für ihr Interesse und ihr Vertrauen gegenüber der Stadt, "das nicht im Einbahnstraßenverkehr stattfindet, sondern im Begegnungsverkehr. Wir sind bemüht, unsere Unternehmen entsprechend zu bedienen, denn sie sorgen dafür, dass es uns in der Stadt Rietberg so gut geht". Wirtschaftsförderung sei im Rathaus deshalb nicht nur Chefsache, sondern werde von einer ganzen Stabsstelle begleitet. Große Hersteller sind ebenso vertreten, wie kleine Handwerksbetriebe, Versicherungen, Banken, Beratungsunternehmen und junge Startupper wie Matthias Pauleickhoff, der unter dem Namen "paulmar" individuelle Betten baut - zunächst als Nebenerwerbsquelle und seit gut zwei Jahren im Vollerwerb. "Jedes Bett, das in meiner Werkstatt entsteht, ist ein Einzelstück. Die Matratzen stelle ich auch selbst her", informiert Pauleickhoff. Für die Näharbeiten hat der gelernte Tischler, der auch Erfahrungen in Vertrieb und Einkauf mitbringt, seine Mutter eingespannt, die ein Modeatelier mit drei Angestellten betreibt. Der frühere Beigeordnete Dieter Nowak, der nach seinem Wechsel in den Ruhestand vor einem Jahr den Posten des Geschäftsführers der neu gegründeten Stadtwerke Rietberg-Langenberg übernommen hat (als geringfügig Beschäftigter), steht persönlich am Stand, um für den kommunalen Strom- und Erdgas-Versorger zu werben. "Wir haben in den ersten zehn Monaten rund 1.500 Kunden gewonnen. Das übertrifft unsere Erwartungen", erklärt Nowak zufrieden. Direkt nebenan beantwortet Niko Klose, Beratungsexperte der HeLi NET, offenen Fragen rund um das Thema Glasfaser. Fragen wie: Wie ist das mit dem Grundstücksnutzungsvertrag, der für zehn Jahre abgeschlossen wird, wenn ich mich nach zwei Jahren entschließe, wieder auf die alte Kupferleitung zu wechseln? "Mit dieser Klausel soll der Bestandsschutz gesichert werden. Ähnlich wie bei einem Stromkabel", erklärt Klose. Neue Gesamtschule macht ebenfalls mit Und: "Wir werden nicht den Aufwand betreiben, die Glasfaser nach zwei Jahren wieder zu entfernen". Mit Blick auf den Start der zweiten Vermarktungsphase in Neuenkirchen weist Klose darauf hin, dass der Info-Pavillon, der vor zwei Jahren am E-Center stand, in der kommenden Woche bei Wapelhorst aufgestellt wird. Viele, die von der Wirtschaftsschau aus den lukullischen Markt in der Altstadt ansteuern, nutzen die Gelegenheit, den jüngst bezogenen Neubau der Gesamtschule im Rahmen eines Tags der offenen Tür zu besichtigen. "Kinderkrankheiten wie die zurzeit nur einseitig zu öffnende Eingangstür werden in Kürze abgestellt", verspricht der Leiter der städtischen Hochbauabteilung Arnd Baumann.

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