Gemeinschaftsprojekt: Der Vorstand der Kirchengemeinde St. Johannes Baptist hat Leiterin Janine Vollmer und ihr Team von Beginn an in die Planungen mit einbezogen. - © Birgit Vredenburg
Gemeinschaftsprojekt: Der Vorstand der Kirchengemeinde St. Johannes Baptist hat Leiterin Janine Vollmer und ihr Team von Beginn an in die Planungen mit einbezogen. | © Birgit Vredenburg

Rietberg Kindergarten in Rietberg bekommt Neubau für zwei Millionen Euro

Investition: Der neue Kindergarten „Sabina Katharina“ am Rinnerforth soll in einem Jahr in Betrieb gehen. Bis dahin verfolgen nicht nur die Kinder die Arbeiten mit großem Interesse

Birgit Vredenburg

Rietberg. Der Kindergarten „Sabina Katharina" am Rinnerforth ist in die Jahre gekommen. Die katholische Kirchengemeinde St. Johannes Baptist investiert daher mehr als zwei Millionen Euro in einen Neubau, der in einem Jahr fertiggestellt sein soll. Die Stadt Rietberg beteiligt sich mit jährlich 65.953 Euro an den Betriebskosten. Träger der neuen viergruppigen Einrichtung ist die gemeinnützige Katholische Kindertageseinrichtung Minden-Ravensberg-Lippe GmbH. Die Kinder verfolgen die Bauarbeiten mit großem Interesse. „Wir haben schon Tribünen aufgebaut, damit alle gut gucken können", berichtet Leiterin Janine Vollmer. Dass das Außengelände durch die Baustelle zurzeit arg begrenzt ist, sei für die Zwei- bis Sechsjährigen kein Problem. Die Raumaufteilung ist deutlich übersichtlicher gestaltet Das 16-köpfige Team um Janine Vollmer wurde von Anfang an in die Planung mit einbezogen. „Uns war wichtig, dass alle Gruppen direkt an den Außenbereich angebunden sind und dass wir einen gemeinsamen Flur und damit einen Ort der Begegnung haben", erläutert Janine Vollmer die Vorzüge der ebenerdigen Bauweise gegenüber der zweigeschossigen. Der Kindergarten wurde 1963 als Dreigruppen-Einrichtung gebaut und Anfang der 1990er Jahre um eine vierte Gruppe ergänzt. 2010 erfolgte eine weitere Erweiterung durch die Einbeziehung der ehemaligen Wohnung der Gemeindeschwester. Gegenüber der jetzigen Situation, dass die Gruppen-, Neben- und Schlafräume in dem Stückwerk aus Bestandsgebäude, späteren Anbauten und Umnutzungen teilweise weit auseinander liegen, ist die Raumaufteilung in dem Neubau deutlich übersichtlicher gestaltet. Jede Gruppe verfügt über einen direkt angrenzenden Nebenraum, eine Garderobe, einen Abstellraum und einen eigenen Sanitärbereich mit jeweils zwei Toiletten und Wickelmöglichkeiten. „Das ist für uns echter Luxus", freut sich Janine Vollmer. Zurzeit nutzen 44 Kinder den 55 Jahre alten Waschraum mit drei Toiletten. Darüber hinaus gibt es eine größere Küche als bisher und eine Turnhalle (mit Schiebetür), die für spezielle Aktionen und Feste mit dem Eingangsbereich zu einem großen Raum verbunden werden kann. Je zwei Gruppen sind über einen Flur („Dreckschleuse"), der direkt auf das Außengelände führt, miteinander verbunden. Hier sollen künftig die Stiefel und Matschhosen deponiert werden. Auch die Altersstruktur in den Gruppen verändert sich Mit dem Bezug des neuen Gebäudes, das sich am Raumprogramm des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) orientiert, ändert sich auch die Altersstruktur in den Gruppen. Anstelle der jeweils zwei Gruppen für Vier- bis Sechsjährige beziehungsweise Zwei- bis Vierjährige (derzeit 81 Kinder) bietet die Einrichtung ab dem Kindergartenjahr 2019/20 zwei Gruppen für Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahre an, eine Gruppe für Zwei- bis Sechsjährige und eine Gruppe für Ein- bis Dreijährige. Da die Gruppe der Kleinsten auf zehn Kinder begrenzt ist, reduziert sich das Angebot auf 70 bis 75 Plätze – je nach Anzahl der Stundenbuchungen. Die Gruppe der Zwei- bis Sechsjährigen verfügt über einen Schlafraum, für die Gruppe der Drei- bis Sechsjährigen gibt es zwei Schlafräume. Für die Gestaltung der Außenanlagen gibt es noch keine konkreten Pläne. „Wir sind dabei, Ideen zu sammeln und mit dem Träger abzustimmen", erklärt Janine Vollmer. Sie hofft aber auf eine naturnahe Gestaltung – nach dem Abriss des alten Gebäudes.

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