Dramatischer Einsatz vor dem Haupteingang des Rietberger Gartenschaugeländes. - © Andreas Eickhoff
Dramatischer Einsatz vor dem Haupteingang des Rietberger Gartenschaugeländes. | © Andreas Eickhoff

Rietberg Warnschüsse der Polizei: Mann bedroht Beamte mit Messer

Der 64-Jährige machte einen verwirrten und selbstmordgefährdeten Eindruck - Beamten rüsteten sich vorsichtshalber mit Maschinenpistolen aus

Andreas Eickhoff

Rietberg. Dramatischer Einsatz vor dem Haupteingang des Rietberger Gartenschaugeländes: Nur mit zwei Warnschüssen aus ihrer Dienstwaffe und mit Pfefferspray konnten Polizisten am Samstag einen offenbar selbstmordgefährdeten Mann überwältigen. Er hatte die Beamten mit zwei langen Küchenmessern bedroht. Nachdem Passanten den Mann um 11.15 Uhr bei der Einsatzwache gemeldet hatten – „ein Mann läuft mit Messern in den Händen hier auf und ab" – fuhr ein Streifenwagen zum Eingang am Rietberger Torfweg. Als der 64-Jährige die Beamten entdeckte, nahm er die beiden langen Messer wieder in die Hand und ging in Richtung der Polizisten. Zuvor hatte er sich auf einer Parkbank offenbar mit einem Liter Bier versorgt. Teilweise rüsteten sich Beamte mit Maschinenpistolen aus Professionell und betont ruhig versuchten die Polizisten, den Mann zu überreden, die Messer abzulegen. Das tat er aber nicht, sagte stattdessen, er wolle auf sie einstechen. Die Beamten sahen sich laut Polizeibericht gezwungen, zwei Warnschüsse abzugeben. Doch selbst das habe ihn nicht beeindruckt. Statt die Messer abzulegen, rief er, er wolle erschossen werden. Zwischenzeitlich eilten weitere Streifen zum Tatort, teilweise rüsteten sich die Beamten mit Maschinenpistolen aus. „In einem günstigen Moment", so die Polizei, gelang es ihnen mit Hilfe von Pfefferspray, den Mann zu überwältigen; dabei verletzte sich ein Beamter (27) leicht. Der Lebensmüde wurde gefesselt, von einem Notarzt untersucht und auf Anordnung des Ordnungsamtes in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Während des Einsatzes war der Torfweg rund 90 Minuten voll gesperrt, der Vorplatz des LGS-Geländes und des Freibades für die Spurensicherung sogar länger. Eine Gefahr für Unbeteiligte bestand nach Polizeiangaben zu keinem Zeitpunkt.

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