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Bundeswehr-Hubschrauber an der B 64 - © Andreas Eickhoff
Bundeswehr-Hubschrauber an der B 64 | © Andreas Eickhoff

Rietberg Notgelandeter Bundeswehr-Hubschrauber steht weiterhin an der B64

Defekt: Beim Rückflug von Bückeburg nach Laupheim in Baden-Württemberg kam es zu technischen Problemen. Zahlreiche Schaulustige verfolgen die Reparaturarbeiten

Andreas Eickhoff
13.06.2016 | Stand 13.06.2016, 16:59 Uhr |

Rietberg. Ein Transporthubschrauber der Bundeswehr vom Typ Sikorsky CH-53 musste am Samstagabend in Rietberg notlanden und ist weiterhin nicht flugfähig. Nach Angaben der Bundeswehr sollen Techniker aus Rheine den Hubschrauber reparieren. Falls dies nicht gelingt, müsste für den Landweg ein Schwertransport beantragt werden. Solche Sondertransporte können nur nachts und mit hohen Sicherheitsauflagen stattfinden. Nach Angaben des Militärs zwang ein Defekt an einem Drehzahlgeber die Crew zu der ungeplanten Außenlandung. An der Theresienstraße, unweit der B64 ging der Hubschrauber sicher zu Boden, verletzt wurde niemand. Der Hubschrauber war auf dem Rückweg vom Tag der Bundeswehr in Bückeburg zu seinem Standort in Laupheim (Baden-Württemberg). Feldjäger der Bundeswehr richteten kurz nach der Notlandung ein militärisches Sperrgebiet rund um den Hubschrauber ein. Zahlreiche Neugierige kamen am Sonntag zu dem Landeplatz und staunten nicht schlecht, wie groß dieser Hubschrauber ist. Am frühen Nachmittag, nachdem Techniker das Fluggerät repariert hatten, wurde ein so genannter Probelauf durchgeführt. Starten konnte der Transporthubschrauber dennoch nicht, auch ein zweiter Probelauf wurde nach wenigen Minuten wieder abgebrochen. Eine für den Start abgebaute Absperrung wurde wieder aufgebaut. Der Hubschrauber wird von zwei Piloten, einem Bordtechniker sowie einen Kommandeur als Stammbesatzung geflogen. Insgesamt finden 36 Personen in dem 27 Meter langen Hubschrauber Platz. Von ehemals seit 1972 in Dienst gestellten 112 Hubschraubern besaß die Bundeswehr 30 Jahre später noch 62. Die Sikorsky CH-53 wurde Anfang der 1960er Jahre entwickelt und ist ein turbinengetriebener, zweimotoriger Transporthubschrauber mit einem Hauptrotor. Be- und entladen wird der Hubschrauber über eine Laderampe am Heck, die sich unterhalb des Heckauslegers befindet. Am 21. Dezember 2002 kamen sieben deutsche Soldaten in Afghanistan ums Leben, als ihr CH-53 nach einem Erkundungsflug nahe dem Flughafen Kabul abstürzte. Es handelte sich um das bis dahin schwerste Unglück bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Als Ursache wurden Störungen am Getriebe genannt. Bei einer Übung 2008 in der Schweiz ist ein CH-53 des Heeres abgestürzt, wobei ein Soldat verletzt wurde.

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