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Rheda-Wiedenbrück Christlich geprägtes Elternhaus

Franz Schnusenberg wird heute 80 Jahre alt

13.01.2013 | Stand 11.01.2013, 20:52 Uhr
Franz Schnusenberg. - © FOTO: WILHELM IDE
Franz Schnusenberg. | © FOTO: WILHELM IDE

Rheda-Wiedenbrück (id). Franz Schnusenberg vollendet am heutigen Samstag sein 80. Lebensjahr. Er feiert den Ehrentag außerhaus im Kreise seiner Familie mit Ehefrau Hildegard, den beiden Töchtern, ihren Ehepartnern und den vier Enkeln.

Geboren wurde der Jubilar am 12. Januar 1933 auf dem Klostergut Geweckenhorst in St. Vit. Sein Vater war Gutsverwalter. Seine Mutter Maria kam auf dem nahen Hof Große-Aschhoff zur Welt. Er wuchs mit den frommen Eltern, den Gott zugewandten Nonnen und dem Hausgeistlichen auf. Heute bekennt er: "Hier wurde der Grundstein gelegt für mein späteres Denken und Handeln in sozialer, politischer und christlicher Sicht."

Nach dem Krieg erlernte er den Beruf des Landwirts und übte ihn in großen Betrieben im In- und Ausland aus. Danach besuchte er die Lehranstalt für Landwirtschaftliches Rechnungswesen in Bad Godesberg. So vorbereitet, arbeitete er bis zum 72. Lebensjahr erfolgreich als Steuerberater.

1960 baute er sein Haus. Ein Jahr später heiratete er Hildegard Stehr, Tochter eines aus dem Osten vertriebenen Ehepaares. Sie ist der Rückhalt, den der Jubilar vom ersten Tag der Ehe bis heute hatte. Von 1964 bis 1970, also bis zur Neugliederung, gehörte Franz Schnusenberg zum St. Viter Rat. Auch in der neugebildeten Stadt Rheda-Wiedenbrück wurde er in den Rat gewählt und zum Vize-Bürgermeister bestellt. Dieses Amt musste er 1971 aus gesundheitlichen Gründen leider niederlegen.

Trotzdem engagierte er sich ehrenamtlich weiter. 36 Jahre gehörte er zum Vorstand der St.-Vitus-Kirchengemeinde. Zusätzlich leistete er 28 Jahre Dienste im Kirchensteuerrat des Erzbistums Paderborn, seit 2000 als Vize-Vorsitzender. Im Jahr 2011 wurde sein Einsatz für die Kirche mit der Verleihung des "Päpstlichen Silvesterordens", Ritter vom Orden des heiligen Papst Silvester, gewürdigt.

Acht Jahre war Franz Schnusenberg Ortsvorsteher in St. Vit, 22 Jahre Vorsitzender der CDU-Ortsunion St. Vit/Batenhorst und 22 Jahre Schatzmeister des CDU-Kreisverbandes Gütersloh. 27 Jahre wirkte er ehrenamtlich als Richter am Verwaltungsgericht Minden. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes. Noch immer ist er ehrenamtlich tätig als Betreuer für Bedürftige und Demenzkranke.

Als Ruheständler unternimmt er Pilgerreisen mit dem Fahrrad. 2007 hatte er auf einer Pilgerfahrt in Rom eine persönliche Audienz bei Papst Benedikt VI. Die 3000-Kilometer-Pilgerfahrt auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostella in Spanien will er 2013 noch einmal auf dem Stahlross wiederholen. Die Kondition dafür gewinnt er täglich auf dem Fahrrad mit Touren in Stadt und Land.

Über seine Pilgerreisen schrieb er Bücher und hält Vorträge. Inspiriert durch Arbeiten seiner Onkel, die Franziskaner Pater Alfons Schnusenberg und Pater Dr. Angelius Große-Aschoff, die als Missionare in China und Japan wirkten, befasst sich der Jubilar mit den Lehren des chinesischen Philosophen Konfuzius. Von 2000 bis 2005 studierte er an der Universität Paderborn Geschichte.

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