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Sogar die Bundeswehr war im Einsatz, um den massiven Corona-Ausbruch beim Schlachtgiganten in Rheda-Wiedenbrück in den Griff zu bekommen. Arbeiter konnte bei Tönnies und anderen Unternehmen aufgrund von Quarantäneanordnungen nicht arbeiten. - © Andreas Frücht
Sogar die Bundeswehr war im Einsatz, um den massiven Corona-Ausbruch beim Schlachtgiganten in Rheda-Wiedenbrück in den Griff zu bekommen. Arbeiter konnte bei Tönnies und anderen Unternehmen aufgrund von Quarantäneanordnungen nicht arbeiten. | © Andreas Frücht

Urteil zu Quarantäne Corona-Betriebsausfall bei Tönnies: Land muss Lohnentschädigung zahlen

Aufgrund eines Corona-Ausbruchs musste die Schlachtfabrik Tönnies vorübergehend schließen. Das Land NRW muss nun Lohnentschädigungen zahlen, urteilte jetzt ein Gericht. Insgesamt liegen mehr als 7.000 Klagen vor.

19.05.2022 | Stand 19.05.2022, 17:22 Uhr

Münster (dpa). Nach coronabedingten Betriebsstilllegungen und Quarantäne in der Fleischindustrie im Jahr 2020 muss das Land NRW in weiteren Fällen Lohnentschädigungen zahlen. Das hat das Verwaltungsgericht Münster am Donnerstag entschieden. Damit schlossen sich die Richter in zwei Musterverfahren dem Verwaltungsgericht Minden an, das Ende Januar vergleichbare Entscheidungen getroffen hatte. An beiden Gerichten liegen mehr als 7.000 Klagen zu Arbeitnehmern vor, die über Subunternehmer in Schlachtbetrieben bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück oder Westfleisch in Coesfeld eingesetzt wurden. Die beiden Urteile sind noch nicht rechtskräftig (Az.: 5a K 854/21 und 5a K 423/21).

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