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Nirgendwo in NRW muss die Wohnungsaufsicht so oft tätig werden wie in Rheda-Wiedenbrück. - © Pixabay/Pixabay
Nirgendwo in NRW muss die Wohnungsaufsicht so oft tätig werden wie in Rheda-Wiedenbrück. | © Pixabay/Pixabay

NRW-weit vorne Rheda-Wiedenbrück will Wohnraummängel konsequent ahnden

Der Bürgermeister reagiert auf Berichte, wonach die Wohnungsaufsicht nirgendwo in NRW so oft tätig wird wie in seiner Stadt.

Lothar Schmalen
18.09.2020 | Stand 18.09.2020, 06:10 Uhr

Rheda-Wiedenbrück. Theo Mettenborg (CDU), Bürgermeister der Stadt Rheda-Wiedenbrück, hat auf die Nachricht reagiert, dass nirgendwo in NRW die Wohnungsaufsicht so oft tätig werden muss wie in der Doppelstadt an der Ems. "Alle Mängel, wie zum Beispiel Überbelegung oder fehlender Brandschutz, werden konsequent geahndet", sagte das Stadtoberhaupt.

Insgesamt seien im Jahr 2019 von der städtischen Wohnungsaufsicht 541 Kontrollen durchgeführt worden. Damit korrigiert die Stadt die am Dienstag vom Bauministerium genannte Zahl nach unten. Auch nach der korrigierten Zahl allerdings bleibt es dabei: Nirgendwo in NRW treten so viele Fälle auf, in denen die Wohnungsaufsicht tätig werden muss, wie in Rheda-Wiedenbrück. In der Aufstellung für das Jahr 2019 rangiert Rheda-Wiedenbrück weiterhin auf Platz 1 vor Ruhrgebietsstädten wie Duisburg (512 Fälle) und Gelsenkirchen (349), wo die Behörden es vor allem mit Schrottimmobilien zu tun haben, mit denen Eigentümer unverhältnismäßig viel Mietrendite erzielen.

Stadt schlüsselt Fälle auf

Ein Sprecher der Stadtverwaltung Rheda-Wiedenbrück schlüsselte die Kontrollfälle auf: In 170 der 541 Fälle habe der gemeldete Missstand auf dem Verhalten der Bewohner beruht. 98 Missstände hätten "einvernehmlich mit dem Eigentümer" beseitigt werden können. In neun Fällen sei die Instandsetzung unter Androhung von Zwang angeordnet und in einem Fall sei die Unbewohnbarkeit ausgesprochen worden. Bei 144 der 541 Kontrollen habe es sich um Nachkontrollen in älteren Fällen gehandelt.

Die Wohnraumkontrolle der Stadt Rheda-Wiedenbrück sei 2014 an den Start gegangen und sei dann "erfolgreich ausgebaut" worden, so der Sprecher der Stadt. Es habe auch schon in den in den Vorjahren "in erheblichem Ausmaße" Wohnraumkontrollen gegeben. Außerdem habe die Stadt Rheda-Wiedenbrück in diesem Jahr eine neue Clearingstelle als ersten Anlauf- und Beratungspunkt für Werkvertragsbeschäftigte etabliert.

Verwahrloste Wohnungen: Rheda-Wiedenbrück schlimmer als Ruhrmetropolen

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