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Stehen auf Kreuzfahrten: Mareike Groeneveld (v.l.), Inga Schoel, Frank Eckstein, Rolf Fricke, Agathe Ledwon und Elke Ruthmann beraten Urlauber bei "ontravel Reisen". - © privat
Stehen auf Kreuzfahrten: Mareike Groeneveld (v.l.), Inga Schoel, Frank Eckstein, Rolf Fricke, Agathe Ledwon und Elke Ruthmann beraten Urlauber bei "ontravel Reisen". | © privat

Rheda-Wiedenbrück In Rheda-Wiedenbrück gibt es jetzt die erste Messe für Kreuzfahrten

Ein Rheda-Wiedenbrücker Reisebüro hat sich seit 16 Jahren auf den Urlaub auf dem Wasser spezialisiert. Der Chef sagt auch etwas über die Kritik an dieser Art der Ferien.

Marion Pokorra-Brockschmidt
15.10.2019 | Stand 16.10.2019, 09:17 Uhr

Rheda-Wiedenbrück. Wird es draußen immer grauer, kitzelt drinnen das Fernweh. Das Unternehmen "ontravel- und Groeneveld Reisen" will bei seiner ersten Kreuzfahrt-Messe Lust auf Urlaub machen. "Und wir wollen der Region mal zeigen, wie groß wir sind", blickt Geschäftsführer Rolf Fricke auf die Veranstaltung am Sonntag, 27. Oktober, von 10 bis 17 Uhr im A2 Forum. Vor etwa einem Jahr hatten er und sein Team die Idee, sich und ihr Angebot zu präsentieren. "Wir möchten unsere Begeisterung an andere weitergeben", sagt Fricke. Eine Kreuzfahrt sei die schönste Art, bequem zu reisen, meint er. Die Urlauber bekämen täglich neue Eindrücke und Erlebnisse in verschiedenen Städten auf der ganzen Welt - "und sie müssen dafür nur einmal den Koffer packen". An Bord gäbe es zudem diverse Angebot von Unterhaltung bis Sport sowie gutes Essen. "Über die anderen 95 Prozent spricht kaum jemand" Der Kritik, dass Kreuzfahrtschiffe umweltschädlich seien, entgegnet Fricke, dass immer mehr Reedereien die Technik verbessern würden. Sie setzten beispielsweise das Abgasreinigungssystem „Scrubber" ein, trieben ihre Schiffe mit Flüssiggas an, verwendeten beim Innenausbau Holz aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft und benutzten Handtücher und Bettwäsche aus zertifizierter Bio-Fairtrade-Baumwolle. Außerdem seien lediglich auf 5 Prozent der Schiffe auf den Weltmeeren Kreuzfahrer unterwegs, "aber über die anderen 95 Prozent spricht kaum jemand". Bei der Messe geht es ausschließlich um Kreuzfahrten. Dazu erwartet das heimische Reisebüro etwa 15 Partner, die diese Form des Urlaubs anbieten. Fachleute der Reedereien informieren und geben Tipps. Sie halten Vorträge beispielsweise über den "Traum unter weißen Segeln", über "Kleine Schiffe, Große Erlebnisse" und über "Die neue Expeditionsklasse". An Bord der Kreuzfahrtmesse sind Veranstalter wie TUI Cruises, Aida, Arosa, Hapag Lloyd, Royal Caribbean International, Nicko Cruises und Phoenix Reisen. "Heute sind die Urlauber selbstständiger" Seit 2003 haben sich Fricke und sein Team aus heute sechs Mitarbeiterinnen auf Kreuzfahrten spezialisiert. Damals begleiteten der Geschäftsführer und sein Kollege Gerjet Groeneveld erstmals eine Gruppe von 180 Leuten auf einer Schiffsreise von Barbados nach Teneriffa. "Heute sind die Urlauber selbstständiger, die müssen wir nicht mehr an die Hand nehmen", sagt Fricke, dass inzwischen nur noch einmal pro Jahr eine Gruppe auf einer Kreuzfahrt begleitet wird: zu Weihnachten, in diesem Dezember zu den Kanaren. Vieles habe sich in den vergangenen Jahren auf den großen Pötten, die bis zu 4.000 Passagiere aufnehmen können, verändert. Ein Anbieter, mit dem Reisende früher eher edel mit Anzugspflicht unterwegs waren, habe den Dresscode gelockert. In den hohen Norden führen heute nicht mehr nur die Hurtigruten, seit ihr 100 Jahre währendes Monopol vor einigen Monaten ausgelaufen sei. Und kleinere Schiffe mit rund 300 Passagieren versprächen heute Abenteuer in der Antarktis und steuerten auch kleinere Häfen an. Rund 1.500 Kreuzfahrten verkauft die "ontravel GmbH" pro Jahr, besonders an eine Klientel von 40 Jahren und älter, auch wenn Kreuzfahrten für Leute von 18 bis 80 Jahren gedacht seien. Die kommen aus der ganzen Republik, von Flensburg bis Berchtesgaden - das Internet macht es möglich. Und es werden immer mehr Buchungen. Fricke sagt, dass 4 Prozent des Pauschaltourismus' und damit 2 Millionen Reisende heute Kreuzfahrer seien. Das Wachstum liege bei 3,5 Prozent pro Jahr und soll in den nächsten Jahren auf 3 Millionen Touristen anwachsen, heiße es in der Branche. "Eine andere Veranstaltung dieser Art ist mir im Umkreis nicht bekannt" Fricke rechnet auf der Kreuzfahrt-Messe mit 1.500 Besuchern aus einem Umkreis von 100 Kilometern. "Eine andere Veranstaltung dieser Art ist mir hier im Umkreis nicht bekannt." Der Schwerpunkt seiner Kunden kommt bislang aus dem Ruhrgebiet und aus Bielefeld. Nun sollen es noch ein paar mehr werden, gerne auch aus der Nähe. Geworben hatte das Reisebüro um Kunden in den vergangenen 15 Jahren in Halle beim Tennisturnier Gerry Weber Open. Doch waren die Pausen jedoch zu knapp für ausführliche Beratungen. Für die soll es bei der Messe im A2 Forum viel mehr Zeit geben. "Und wenn sie den Kunden und den Ausstellern gefällt, dann wollen wir sie fest etablieren", sagt Fricke.

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