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Hier wird bald gebaut: Wo heute noch Autos parken, soll ab Frühjahr 2020 das Gesundheitszentrum entstehen. - © Marion Pokorra-Brockschmidt
Hier wird bald gebaut: Wo heute noch Autos parken, soll ab Frühjahr 2020 das Gesundheitszentrum entstehen. | © Marion Pokorra-Brockschmidt

Rheda-Wiedenbrück Zwei neue Hausärzte für Rheda-Wiedenbrück

Auf Nachfrage einer Politikerin informiert Rheda-Wiedenbrücks Bürgermeister über den Stand der Dinge für das neue Gesundheitszentrum.

Marion Pokorra-Brockschmidt
11.09.2019 | Stand 11.09.2019, 08:13 Uhr

Rheda-Wiedenbrück. Schlecht informiert fühlt sich CDU-Ratsfrau Henrika Küppers beim Thema Ärzteversorgung in Rheda-Wiedenbrück. "In der Stadt wird schon über Mietpreise gesprochen und ich weiß offiziell von der Verwaltung nichts", bezog sie sich im Haupt- und Finanzausschuss auf das geplante Gesundheitszentrum auf dem Gelände der ehemaligen Brennerei Pott-Hartwig. Einige Informationen bekamen die Bürgervertreter in dem Gremium dann von der Verwaltungsspitze. Bürgermeister Theo Mettenborg sagte, dass der Investor zwei Hausärzte habe gewinnen können. "Es wurden Vereinbarungen getroffen." Er rechnet zudem damit, dass der Bauantrag für das Gesundheitszentrum, das nach Plänen des Gütersloher Architekturbüros GJL, das 2015 einen Wettbewerb gewonnen hatte, im November gestellt wird. "Baubeginn könnte im März, April sein", so Mettenborg. Im Jahr 2021 soll das Haus fertig gestellt sein. Der Versorgungsgrad mit Hausärzten liegt bei 81,3 Prozent Der Bürgermeister erinnerte, dass der Rat für den Neubau zwei Zielvorgaben gemacht habe: die Ausschreibung eines Wettbewerbs, um "eine hohe städtebauliche Qualität" zu erreichen, und dass das Gebäude zu 75 Prozent medizinisch genutzt werde. "Da ist alles im grünen Bereich", sagte Mettenborg. Beigeordnete Christine Zeller ergänzte, dass die Stadt die mit der Gütersloher "J. Schrull GmbH" vertraglich vereinbarte architektonische Umsetzung begleite. Alle anderen Aspekte jedoch "liegen in der Geschäftspolitik des Investors". Das ist Joseph Schrull, der mit der Gesundheitsbranche vertraut ist und Ende März diesen Jahres das 1.616 Quadratmeter große Eckgrundstück Widumstraße / Nadelstraße von der Stadt gekauft hatte. Damals wurde einmal mehr deutlich, dass die Stadt zu wenig Hausärzte hat. Nach den jüngsten, von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) veröffentlichen Zahlen liegt der Versorgungsgrad mit Hausärzten bei 81,3 Prozent. Demnach könnten sich im Mittelbezirk Rheda-Wiedenbrück, zu dem auch die Kommunen Herzebrock-Clarholz und Langenberg gehören, 12,5 weitere Fachärzte für Allgemeinmedizin niederlassen.

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