Los geht's: Den Startschuss für den Zwei-Kilometer Schülerlauf gab Olaf Wirtz, Sportlehrer der Osterrath-Realschule, die wieder mit rund 50 Kindern dabei war. - © Waltraud Leskovsek
Los geht's: Den Startschuss für den Zwei-Kilometer Schülerlauf gab Olaf Wirtz, Sportlehrer der Osterrath-Realschule, die wieder mit rund 50 Kindern dabei war. | © Waltraud Leskovsek

Rheda-Wiedenbrück 1.300 Teilnehmer bei "Laufen und Gutes tun"

St. Vit: Bei der Großveranstaltung steht das Dorf Kopf. Vom Straßenrand aus werden Läufer und Bobby-Car-Fahrer lautstark angefeuert

Waltraud Leskovsek

Rheda-Wiedenbrück. Wenn in St. Vit die Durchgangsstraßen gesperrt sind, das ganze Dorf auf den Beinen ist und unzählige Gäste aus der näheren Umgebung den Weg dorthin finden, dann steht das größte Fest des Jahres an: "Laufen und Gutes tun". Und wie der Name des 2005 gegründeten Verein schon aussagt, kommen die Sportler in den meisten Fällen nicht, um die besten Zeiten zu erzielen, sondern um dabei zu sein. "Hier läuft man für den guten Zweck, und das gibt unserer Veranstaltung einen wunderbaren Charakter", freute sich der Vorsitzende Andreas Post über wieder einmal beste Resonanz. Zum 14. Mal in Folge wurde die Veranstaltung ausgetragen. Hatten die Veranstalter zunächst etwas Sorge, dass die gerade erst beendeten Sommerferien und die über viele Wochen sehr hohen Temperaturen, die nicht gerade Lust auf Training machten, die Läufer von der Teilnahme abhalten könnten, wurden sie schnell eines Besseren belehrt. 1.284 große und kleine Sportler hatten sich angemeldet, um bei nahezu allerbestem Laufwetter dabei zu sein. Lediglich bei den ganz Kleinen, den Bobby-Car-Fahrern, war das Startfeld übersichtlich. Lotta und Jannis hatten die 85 Meter Strecke ganz für sich alleine und somit gab es dabei schon mal nur Sieger. Der kleine Jannis wurde zwar Zweiter, fühlte sich aber ganz groß, als ihm die Medaille um den Hals gehängt wurde. Nach und nach gingen die Bambinis, die Schüler und später die großen Läufer auf die Strecken. Erstaunlich gut angenommen wurde auch der Firmenlauf über die 4,8-Kilometer-Strecke unter dem Motto "Gemeinschaft stärken und Gutes tun". Die St. Viter hatten die Straßen mit Fähnchen geschmückt und feuerten die Läufer lautstark an. Samba-Bands am Straßenrand und eine über 50-köpfige Cheerleader-Truppe machten es den Sportlern leicht. Viele kamen mit der gesamten Familie und machten sich einen schönen Nachmittag auf dem Gelände der Kreisfeuerwehrschule. Bei der After-Run-Party wurde es wieder spät. Rund 100 Helfer waren am Samstag im Einsatz Dank vieler Sponsoren und den Startgeldern wird es wieder möglich sein, die Ambulante Hospizgruppe in Bethel, die DKMS und unverschuldet in Not geratene Familien finanziell zu unterstützen. Im vergangenen Jahr waren Vereinsmitglieder nach Bethel gefahren und konnten dort persönlich einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro der Hospizgruppe überreichen - ein bewegender Moment, der alle darin bestärkte, weiterzumachen für diese gute Sache. Die Aktion entstand in Folge einer Typisierungsaktion im Dorf im Jahr 2003. Der Lauf ist nach und nach gewachsen. Rund 100 Helfer waren am Samstag im Einsatz, damit alles reibungslos ablaufen konnte. Für die Moderation ist seit der ersten Stunde Martin Masjosthusman verantwortlich. "Das macht einfach Spaß", resümiert Andreas Post am Ende eines langen Tages.

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